Einführung
Die Klima-Litigation ist zu einem wichtigen Instrument im Kampf gegen den Klimawandel geworden. Seit dem Pariser Abkommen von 2015 ist die Anzahl der Klagen im Zusammenhang mit dem Klima konstant gestiegen. Eine aktuelle Studie der London School of Economics (LSE) zeigt, dass 249 neue Fälle im Jahr 2025 registriert wurden, was die Gesamtzahl auf über 3.600 Fälle seit 1986 bringt.
Das Wachstum der Klima-Litigation
Der jährliche Bericht über globale Trends in Klima-Litigation, veröffentlicht von dem Grantham Research Institute on Climate Change and the Environment und der LSE's Global School of Sustainability, zeigt, dass immer mehr Länder dem „Club“ der Klima-Litigation beitreten. Derzeit haben 62 Nationen Klagen im Zusammenhang mit dem Klima, im Vergleich zu 17 vor einer Dekade.
Die Vereinigten Staaten bleiben die Gerichtsbarkeit mit der höchsten Anzahl von Fällen, mit 151 neuen Klagen, die im letzten Jahr eingereicht wurden, was die Gesamtzahl im Land auf über 2.000 Fälle bringt. Andere Gerichtsbarkeiten haben auch eine signifikante Anzahl von Fällen zum Ende des Jahres 2025 gemeldet, wie Brasilien (354), Australien (193), das Vereinigte Königreich (156) und Deutschland (121).
Neuer Fokus der Klima-Litigation
Die Fälle von „Klima-Washing“, die die ungenauen Erzählungen von Regierungen oder Unternehmen über Klimaschutz und Energiewende in Frage stellen, bleiben die häufigste Art von Klima-Litigation. Allerdings hat sich das Tempo neuer Fälle dieser Art im letzten Jahr verlangsamt.
Stattdessen konzentrieren sich die Kläger auf andere Themen, insbesondere in der Industrie. Eines der Themen ist die Kohlenstoffabscheidung und -speicherung (CCS), die von den Ölkonzernen als „die“ Lösung für den Klimawandel gefeiert wird, obwohl sie teuer und ohne nachweisbare Wirksamkeit ist.
Klima-Litigation-Fälle in Brasilien
Brasilien ragt in der Analyse der LSE hervor, insbesondere in Fällen, die auf dem Prinzip des Verursachers basieren, der 249 der 354 Fälle im Land ausmacht. Die Autoren der Studie behaupten, dass das Land seitdem, dass die Justiz begann, formale Kriterien zur Umrechnung von Klimaauswirkungen in monetäre Werte anzuwenden, erhebliche Fortschritte gemacht hat.
Schlussfolgerung
Die Klima-Litigation ist ein wichtiges Instrument im Kampf gegen den Klimawandel. Mit dem Wachstum der Klagen im Zusammenhang mit dem Klima ist es von entscheidender Bedeutung, dass Regierungen und Unternehmen Maßnahmen ergreifen, um ihre Treibhausgasemissionen zu reduzieren und die Energiewende zu fördern.
Quelle / Referenz
Dieser Artikel basiert auf der Studie der London School of Economics (LSE) über Klima-Litigation, die unter https://www.lse.ac.uk/granthaminstitute/wp-content/uploads/2026/06/Global-Trends-in-Climate-Litigation-final.pdf verfügbar ist. Die ursprüngliche Quelle des Textes ist https://climainfo.org.br/2026/07/08/litigancia-climatica-segue-crescendo-mas-com-novos-focos-mostra-estudo/.