Einführung
Die jüngste Ratifizierung der ILO-Konvention über die Arbeit in der Fischerei, 2007 (C188) durch Indonesien ist ein historischer Meilenstein für den Fischereisektor des Landes. Die Ratifizierung soll den Schutz der Fischer stärken, die Arbeits- und Lebensbedingungen auf See verbessern und die Wettbewerbsfähigkeit der indonesischen Meeresfrüchte auf den internationalen Märkten erhöhen, wo die Käufer immer mehr die Einhaltung von Arbeits-, Menschenrechts- und Nachhaltigkeitsstandards verlangen.
Die Bedeutung der Ratifizierung
Eine der wichtigsten Lektionen, die aus der Ratifizierung der ILO-Konvention Nr. 188 durch Indonesien gezogen werden können, ist, dass die Fischereiarbeitsreform eine breite Koalition jenseits der traditionellen Arbeitsakteure erfordert. Da die Konvention den Fischereisektor direkt betrifft, hing die erfolgreiche Vertretung von der aktiven Beteiligung der Fischereibehörden, Fischereiunternehmen, Fischerorganisationen und anderer Branchenakteure ab.
Der Fortschritt Indonesiens wurde durch einen inklusiven 'tripartiten plus'-Ansatz vorangetrieben, der die Zusammenarbeit zwischen Regierung, Arbeitgebern und Arbeitnehmern mit der Vertretung und der technischen Unterstützung durch zivilgesellschaftliche Organisationen und internationale Partner, einschließlich Greenpeace, dem Freedom Fund, der International Justice Mission und der Environmental Justice Foundation (EJF), kombinierte. Diese Akteure spielten eine entscheidende Rolle bei der Bewusstseinsbildung, der Evidenzgenerierung, der Stärkung der Beteiligung und der Schaffung öffentlicher Unterstützung für die Ratifizierung.
Herausforderungen und Chancen
Im Laufe der Jahre schufen verschiedene von der ILO unterstützte Projekte einen wichtigen Impuls, indem sie den Dialog, die Evidenzgenerierung und die Beteiligung der Akteure in Fragen der Fischereiarbeit erleichterten. Ein klarer Prozess der Akteurmapping half, die jeweiligen Rollen und Interessen jedes Akteurs zu identifizieren, was eine strategischere Vertretung und eine stärkere Eigentümerschaft des Ratifizierungsprozesses ermöglichte.
Das Ministerium für Meeresangelegenheiten und Fischerei (MMAF) trat als kritischer Partner neben dem Ministerium für Arbeit hervor, was zeigt, dass der Arbeitsschutz in der Fischerei ohne die Zusammenarbeit aller Akteure nicht erreicht werden kann.
Schlussfolgerung
Die Ratifizierung der ILO-Konvention über die Arbeit in der Fischerei, 2007 (C188), durch Indonesien ist ein wichtiger Schritt zur Verbesserung der Arbeits- und Lebensbedingungen der Fischer und zur Erhaltung der Fischereiresourcen. Es ist von entscheidender Bedeutung, dass die Akteure weiterhin zusammenarbeiten, um die wirksame Umsetzung der Konvention zu gewährleisten und die Nachhaltigkeit des Fischereisektors zu fördern.
Quelle / Referenz: Mongabay