Einführung
Die fossile Brennstoffindustrie hat sich vehement für die Entwicklung von Technologien zur Abscheidung und Speicherung von Kohlenstoff (CCS) als Lösung für den Klimawandel eingesetzt. Allerdings hat eine kürzliche Untersuchung von ProPublica und Drilled enthüllt, dass diese Förderung möglicherweise mehr mit wirtschaftlichen Interessen als mit Umweltbedenken zu tun hat.
Der Einfluss der fossilen Brennstoffindustrie auf die Klimaforschung
Seit den 1990er Jahren haben fossile Brennstoffunternehmen Klimaforschung an renommierten Universitäten in den Vereinigten Staaten finanziert. Diese Unterstützung hat dazu beigetragen, die Arbeit von Wissenschaftlern zu verstärken, die argumentieren, dass wir den Klimawandel ohne eine Abkehr von unserer Abhängigkeit von Öl, Gas und Kohle angehen können.
Ein bemerkenswertes Beispiel ist der Artikel „Wedges“, der 2004 von Wissenschaftlern der Princeton University veröffentlicht wurde und von BP finanziert wurde. Der Artikel stellte die Abscheidung und Speicherung von Kohlenstoff als gangbare Lösung für den Klimawandel dar, aber die Tatsachen über die Wirksamkeit und den Umfang der Technologie verzerrte.
Die Grenzen der Kohlenstoffabscheidung
Die Abscheidung und Speicherung von Kohlenstoff stoßen auf erhebliche finanzielle und technische Hürden. Laut der UN müssten 6 Milliarden Tonnen CO2 pro Jahr in den Boden injiziert werden, um den Klimawandel bis zur Mitte des Jahrhunderts zu bekämpfen. Dies würde die Installation von Kohlenstoffabscheidungsanlagen in Raffinerien und Gas- und Kohlekraftwerken erfordern, wodurch die Fläche, die von diesen Anlagen eingenommen wird, verdoppelt würde.
Zusätzlich müssten fast 2 Millionen Quadratkilometer Vegetation für die Absorption von CO2 zur Verfügung stehen, was mit der Landnutzung für die Nahrungsmittelproduktion oder den Waldschutz konkurrieren würde. Der in industriellen Anlagen abgeschiedene Kohlenstoff müsste zu Speicherbereichen transportiert werden, was in den USA fast 110.000 km Rohre und global Hunderttausende von Kilometern erfordern würde.
Schlussfolgerung
Die fossile Brennstoffindustrie hat ihre Einflussnahme genutzt, um die Kohlenstoffabscheidung als Lösung für den Klimawandel zu fördern, aber die Technologie stoßt auf erhebliche Grenzen. Es ist von entscheidender Bedeutung, dass Regierungen und die Zivilgesellschaft eine gerechte und schnelle Energiewende zu erneuerbaren Energiequellen fördern, anstatt auf technologische Lösungen zu setzen, die möglicherweise nicht tragfähig sind.
Quellen
Quelle: ClimaInfo