Was passiert
Die Behörden in Sri Lanka bereiten sich auf das Phänomen El Niño vor, das in den nächsten Monaten erwartet wird. Rathnayaka Mudiyanselage Suwandarathne, ein zweitgenerationeller Landwirt aus Thalangama im Distrikt Colombo, glaubt jedoch, dass das Land möglicherweise nicht so stark betroffen sein wird, wie vorhergesagt.
Laut Suwandarathne ist es normal, eine trockene Periode zwischen Juli und September zu erleben, wie vorhergesagt. Diese Periode fällt mit der Yala-Saison zusammen, einer der beiden Reiserntesaisonen in Sri Lanka. „Im August beginnt die trockene Periode und wir benötigen eine trockene Saison, um die Ernte zu sichern“, sagte er gegenüber der Mongabay. „Deshalb veranstalten wir kulturell bedeutsame Ereignisse, um Regen zu bitten. Dies ist der Kreislauf während der Yala-Saison. Danach gibt es von Dezember bis März eine trockene Saison, die mit der Maha-Saison zusammenfällt. Lange Trockenperioden treten alle vier bis sieben Jahre auf. Aber jetzt haben wir diese Erntekreisläufe geändert“, fügte er hinzu.
Warum es wichtig ist
Die Weltorganisation für Meteorologie (WMO) geht von einer Wahrscheinlichkeit von 80 % für eine schnelle Entwicklung eines starken El-Niño-Ereignisses zwischen Juli und September 2026 aus. Der Generalsekretär der WMO, Celeste Saulo, sagte, dass dies „die Chancen für Trockenheit und starke Regenfälle sowie das Risiko von Hitzewellen an Land und im Meer in vielen Regionen der Welt erhöhen“ werde.
Diese Vorhersage hat erhebliche Auswirkungen auf die Landwirtschaft und die Nahrungsmittelsicherheit in Sri Lanka. Die Trockenheit kann die Reisproduktion beeinträchtigen, die ein Grundnahrungsmittel im Land ist. Darüber hinaus können Hitzewellen negative Auswirkungen auf die menschliche Gesundheit und die Ökosysteme haben.
Der Mechanismus hinter El Niño
El Niño ist ein natürliches Klimaphänomen, das auftritt, wenn die Oberflächentemperatur des Pazifischen Ozeans über dem Durchschnitt liegt. Dies kann erhebliche Auswirkungen auf das globale Klima haben, einschließlich der Veränderung der Niederschlags- und Temperaturmuster.
El Niño wird durch die Kombination von Faktoren verursacht, einschließlich der Oberflächentemperatur des Ozeans, des Luftdrucks und der Winde. Wenn die Oberflächentemperatur des Ozeans ansteigt, kann dies zu einer Veränderung der Niederschlags- und Temperaturmuster führen, was zu Trockenheit oder starken Regenfällen in verschiedenen Regionen der Welt führen kann.
Größerer Kontext
El Niño ist kein neues Phänomen und ist bereits mehrmals in der Geschichte aufgetreten. Allerdings haben sich die Häufigkeit und Intensität der El-Niño-Ereignisse in den letzten Jahren aufgrund des Klimawandels erhöht.
Studien haben gezeigt, dass der Klimawandel die Auswirkungen von El Niño verstärken kann, was zu häufigeren und intensiveren Trockenheiten und Regenfällen führen kann. Darüber hinaus kann der Klimawandel auch die Nahrungsmittelproduktion und die Nahrungsmittelsicherheit weltweit beeinträchtigen.
Was als Nächstes passiert
Die Behörden in Sri Lanka bereiten sich auf die Auswirkungen von El Niño vor, einschließlich der Umsetzung von Maßnahmen zur Reduzierung der Trockenheit und der Hitzewellen. Dazu gehören die Förderung nachhaltiger landwirtschaftlicher Praktiken, wie effiziente Bewässerung und Wassereinsparung.
Darüber hinaus ist es wichtig, dass die Gemeinschaften über die Auswirkungen von El Niño informiert und vorbereitet werden. Dazu gehören die Verbreitung von Informationen über die Klimavorhersagen und die Maßnahmen zur Minderung sowie die Förderung von Anpassungspraktiken an den Klimawandel.
Zusammenfassung
El Niño ist ein komplexes Klimaphänomen, das erhebliche Auswirkungen auf das globale Klima haben kann. Die Vorhersage eines starken El-Niño-Ereignisses für 2026 ist ein Hinweis auf die Wichtigkeit, sich auf den Klimawandel vorzubereiten und nachhaltige Praktiken zur Reduzierung der negativen Auswirkungen zu fördern.
Es ist von entscheidender Bedeutung, dass die Behörden, die Gemeinschaften und die Einzelpersonen zusammenarbeiten, um sich auf die Auswirkungen von El Niño vorzubereiten und die Widerstandsfähigkeit gegen den Klimawandel zu fördern.
Quelle / Referenz
Originalartikel veröffentlicht auf Mongabay