Extremer Hitze Tötet Wildtiere
Ende Mai starben acht asiatische Löwen in einem Nationalpark in Indien. Beamte befürchteten, dass die Tiere an einer durch Zecken übertragenen parasitären Krankheit gestorben seien, die zuvor bereits Löwen in der Region getötet hatte.
Über das Wochenende hinweg gab die Regierung von Gujarat jedoch bekannt, dass der wahre Mörder der Löwen die extreme Hitze war, wie The Hindu berichtete. Diese Todesfälle kommen zu einer wachsenden Zahl von hitzebedingten Todesfällen bei Tierarten auf der ganzen Welt hinzu, da sich der Klimawandel beschleicht.
Ein Neues Frühwarnsystem
Ein neues Frühwarnsystem zielt darauf ab, vorherzusagen, wann und wo terrestrische Wirbeltiere extremer Hitze ausgesetzt sein werden, bis zu neun Monate im Voraus, was den Regierungen die Chance geben könnte, den am stärksten gefährdeten Tieren zu helfen.
In den letzten Jahren hat extreme Hitze Arten in ganz unterschiedlichen Tierreichen verwüstet. Brüllaffen, die an Hitzschlag litten, fielen von Bäumen in Mexiko, Tausende von Fledermäusen starben während einer Hitzewelle in Australien und Millionen von Meereskreaturen kochten und starben vor Hunger an der Westküste der Vereinigten Staaten und in Alaska, als die Ozeantemperatur zwischen 2014 und 2016 in die Höhe schoss.
Vorhersage des Hitzrisikos
Eine wachsende Zahl von Forschungen zeigt, dass das Problem in den kommenden Jahrzehnten schlimmer werden wird, da Tausende von Arten bis 2100 aufgrund extremer Hitze und Landnutzungsänderungen vom Aussterben bedroht sind.
Das neue Frühwarnsystem, das in der Zeitschrift Nature Climate Change veröffentlicht wurde, kombiniert Vorhersagen des Erdbeobachtungssystems der NASA mit spezifischen historischen Temperaturlimits für mehr als 30.000 Säugetiere, Vögel, Reptilien und Amphibien.
Das System sagte voraus, dass zwischen Mai 2024 und Februar 2025 mehr als 3.500 Arten Temperaturen höher als die zuvor erlebten in ihren bekannten Verbreitungsgebieten ausgesetzt sein würden.
Geografische Verbreitungsgebiete für Amphibien und Reptilien wurden erwartet, die höchste prozentuale Hitzeeinwirkung aufzuweisen, während Vögel niedrigere Anteile ihrer Verbreitungsgebiete in diesem höheren Temperaturbereich aufwiesen.
Schlussfolgerung
Während das neue Frühwarnsystem ein wichtiges Werkzeug zur Vorhersage und Milderung der Auswirkungen extremer Hitze auf die Wildtiere ist, ist es entscheidend, die aktuellen Einschränkungen anzuerkennen und an der Verbesserung der Genauigkeit und Vorhersagefähigkeit zu arbeiten.
Quelle / Referenz: https://mailchi.mp/insideclimatenews/extreme-heat-is-killing-wildlife-a-new-tool-could-help?e=9c8d2e8aae