Einführung
Da die Erde sich erwärmt, können Tiere, die in tropischen Bergen leben, es immer schwieriger finden, sich an neue Gebiete anzupassen, wie eine neue Studie zeigt. Tropische Berge sind besonders gefährdet, wenn die Auswirkungen des Klimawandels mit Veränderungen in der Landnutzung und menschlichen Einflüssen kombiniert werden, sagt Chiara Dragonetti, Co-Autorin der im Juni veröffentlichten Studie.
Viele in den Bergen lebende Arten sind endemisch in diesen Gebieten und können nur innerhalb enger Grenzen klimatische Bedingungen tolerieren, wie Forscher bereits festgestellt haben. Höhere Höhen können die richtige Temperatur, aber das falsche Habitat haben, und Arten, die bereits in hohen Höhen leben, können sich nur bis zu einem bestimmten Punkt bewegen. Schließlich können Tiere auf einem Berg aus sicherem Raum ausgehen, in einem Muster, das Wissenschaftler als „Aufzug zur Ausrottung“ bezeichnet haben.
Methoden und Ergebnisse
Dragonetti wollte verstehen, wie sich die Wildtiere in den Bergen in einer erwärmten Welt entwickeln werden, während sie auch die Veränderungen in der Landnutzung und die Ausbreitungsfähigkeiten der Arten berücksichtigte. Sie und ihre Kollegen analysierten bestehende globale Datensätze über die Verbreitung von 395 verschiedenen in den Bergen lebenden Arten, darunter 361 Vögel und 34 Säugetiere, und teilten sie in Tiere ein, die sich leicht ausbreiten können, wie Vögel, und solche, die sich nicht leicht umsiedeln können, wie Faultiere.
Dann verwendeten sie Computermodelle, um vorherzusagen, wo diese Arten im Jahr 2050 vorkommen könnten, unter zukünftigen Szenarien mit hohen und niedrigen Treibhausgasemissionen. Die Studie fand heraus, dass unter einem Szenario mit hohen Emissionen die Wildtiere 16% mehr Lebensraum (oder Orte, an denen sie leben können) verlieren würden im Vergleich zu einem Szenario mit niedrigen Emissionen.
Folgen und Auswirkungen
Diese Ergebnisse haben bedeutende Auswirkungen auf den Schutz der Artenvielfalt in den tropischen Bergen. Der Verlust von Lebensräumen und die Fragmentierung von Populationen können zu einer Verringerung der Artenvielfalt und einer Erhöhung des Aussterberisikos führen. Darüber hinaus kann der Klimawandel die Verbreitung von Arten verändern, was zu Konflikten zwischen Menschen und Tieren führen kann.
Daher ist es von entscheidender Bedeutung, dass Maßnahmen ergriffen werden, um die Treibhausgasemissionen zu reduzieren und die Auswirkungen des Klimawandels auf die tropischen Berge zu mildern. Dazu gehören der Schutz und die Wiederherstellung von Lebensräumen, die Schaffung von ökologischen Korridoren und die Umsetzung nachhaltiger Schutzpraktiken.
Schlussfolgerung
Die Studie von Dragonetti und ihren Kollegen unterstreicht die Bedeutung, den Klimawandel und die Veränderungen in der Landnutzung bei der Planung des Schutzes der Artenvielfalt in den tropischen Bergen zu berücksichtigen. Es ist von entscheidender Bedeutung, dass Maßnahmen ergriffen werden, um diese fragilen Ökosysteme zu schützen und das Überleben der Arten, die sie bewohnen, zu gewährleisten.
Quelle / Referenz: Mongabay