Einführung
Im Jahr 2022 drohte eine illegale Straße, die durch zwei streng geschützte Gebiete im brasilianischen Amazonasgebiet führte, das zu tun, was Umweltschützer am meisten fürchteten: den Socio-Umwelt-Korridor des Xingu, ein Mosaik von indigenen Territorien und Schutzgebieten, das etwa 26 Millionen Hektar (64 Millionen Acres) umfasst, in zwei Hälften zu teilen.
Vier Jahre später zeigen Satellitenbilder, dass die 42,8 Kilometer (26,6 Meilen) lange Straße verschwunden ist, von der wachsenden Waldfläche verschluckt — etwas, das in der Region selten gesehen wird.
Die Auswirkungen von Straßen im Amazonasgebiet
Laut Bruno Ferreira, Forscher bei der Naturschutzorganisation Imazon, Teil des MapBiomas-Kartennetzes, „Hier ist die Straße der Anfang von allem, der Anfang der Zerstörung“.
Normalerweise geben Straßen Anlass zu einer Reihe neuer Straßen (legal oder illegal), die sich von der Hauptstraße aus erstrecken und ein Fischgrätenmuster in Satellitenbildern erzeugen.
Die Forschung von Imazon legt nahe, dass 95% der Entwaldung im Amazonasgebiet innerhalb von 5 km (3 Meilen) einer Straße stattfindet, was bedeutet, dass illegale Viehzucht und Holzeinschlag nahezu unkontrollierbar gewesen wären, wenn diese Straße konsolidiert worden wäre.
Ein seltener Erfolg
Für die Organisationen, die die Region um den Xingu, einen wichtigen Nebenfluss des Amazonas, überwachen, ist die nun tote Straße der Beweis, dass die Allianz zwischen der Zivilgesellschaft und einer bereiten Regierung die Zerstörung, die einst unumkehrbar schien, umkehren kann — und eine Erinnerung daran, was auf dem Spiel steht, wenn Brasilien im Oktober eine umkämpfte Präsidentschaftswahl bevorsteht.
Schlussfolgerung
Das Verschwinden der illegalen Straße ist ein seltener Erfolg im Amazonasgebiet und dient als Beispiel dafür, wie die gemeinsame Aktion zwischen der Zivilgesellschaft und der Regierung zu positiven Ergebnissen für den Schutz des Regenwaldes führen kann.
Quelle / Referenz: Mongabay