Einführung
Rechenzentren in den USA werden immer wichtiger, aber sie verbrauchen auch große Mengen an Strom. Vor kurzem wurden zwei Rechenzentrumsprojekte in Michigan und Ohio angekündigt, mit gegensätzlichen Ansätzen, um den Strombedarf zu decken.
Googles Projekt in Michigan
Googles Projekt in Michigan ist bemerkenswert für seine Nutzung von erneuerbarer Energie und seine Fähigkeit, den Stromverbrauch während Zeiten hoher Nachfrage zu reduzieren. Der Plan, der kürzlich angekündigt wurde, ist eine Partnerschaft mit dem Versorgungsunternehmen DTE Energy und könnte als Modell für die Bereitstellung von sauberem und effizientem Strom für ein Rechenzentrum dienen.
Der Vorschlag umfasst den Bau von 1.600 Megawatt erneuerbarer Energieprojekten, 480 Megawatt Energiespeicher und 300 Megawatt Zonenressourcenkredite, um zusätzliche Netzkapazität vom Midcontinent Independent System Operator, dem regionalen Netzmanager, bereitzustellen.
SoftBanks Projekt in Ohio
Im Gegensatz dazu ist SoftBanks Projekt in Ohio ein Beispiel dafür, wie Rechenzentrumsentwickler in die entgegengesetzte Richtung gehen. Das Projekt umfasst den Bau eines 9.200-Megawatt-Gaskraftwerks, des größten im Land, um den Strombedarf des Rechenzentrums zu decken.
Dieser Ansatz wird von Experten in Frage gestellt, die argumentieren, dass die Nutzung von saubereren und effizienteren Energiequellen unerlässlich ist, um die CO2-Bilanz von Rechenzentren zu reduzieren.
Auswirkungen und Herausforderungen
Die Wahl zwischen der Nutzung von saubereren Energiequellen oder fossilen Brennstoffen ist eine große Herausforderung für Rechenzentren. Laut Forest Bradley-Wright, Landes- und Versorgungsleiter des American Council for an Energy-Efficient Economy (ACEEE), ist Googles Ankündigung ein „wichtiger erster Schritt“ bei der Lösung der Frage, wie Rechenzentren den Strombedarf managen können.
ACEEE arbeitet mit Rechenzentrumsunternehmen, Versorgungsunternehmen und Regulierungsbehörden zusammen, um Energiekonservierung und Flexibilität zu betonen. Die Organisation veröffentlichte im Februar einen Bericht, der die Möglichkeiten für finanzielle Einsparungen hervorhebt, wenn Rechenzentren saubere und effiziente Ansätze anstelle von fossilen Kraftwerken nutzen.
Fazit
Die Rechenzentrumsprojekte in Michigan und Ohio heben einen Kontrast in den Entscheidungen über die Deckung des Strombedarfs hervor. Während Google in erneuerbare Energie und Bedarfserhöhung investiert, baut SoftBank ein großes Gaskraftwerk. Es ist von entscheidender Bedeutung, dass Rechenzentren nachhaltigere und effizientere Ansätze verfolgen, um ihre CO2-Bilanz zu reduzieren und zu einer sauberen und energiereichen Zukunft beizutragen.
Quelle / Referenz: Inside Clean Energy