Einführung
Der Übergang zu einer niedrigemissionen-Wirtschaft in den USA wird von verschiedenen Faktoren beeinflusst, darunter Regierungspolitik, technologische Fortschritte und Marktentwicklungen. Ein wichtiger Faktor, der jedoch häufig übersehen wird, ist die Rolle der Versorgungsunternehmen bei der Gestaltung der Politik für erneuerbare Energien.
Ein neues Buch, 'Owning the Green Grid', von Joshua Basseches, untersucht, wie Versorgungsunternehmen in den USA den Übergang zu erneuerbaren Energien geprägt haben. Basseches, Professor für Umweltstudien und öffentliche Politik an der Tulane University in New Orleans, argumentiert, dass Versorgungsunternehmen ihre Einflussnahme genutzt haben, um sicherzustellen, dass die Gesetze für erneuerbare Energien (RPS) ihren eigenen Interessen dienen.
Gesetze für Erneuerbare Energien (RPS)
RPS-Gesetze wurden in etwa 30 Bundesstaaten in den USA implementiert, mit dem Ziel, den Anteil erneuerbarer Energien an der Energiemix zu erhöhen. Das erste RPS-Gesetz wurde 1983 in Iowa verabschiedet, aber erst in den 2000er Jahren wurden diese Gesetze häufiger. Kalifornien hat beispielsweise ein Gesetz, das die Versorgungsunternehmen verpflichtet, 60% ihrer Elektrizität aus erneuerbaren Quellen bis 2030 und 100% bis 2045 zu beziehen.
Bassecches argumentiert jedoch, dass die Versorgungsunternehmen ihre Einflussnahme genutzt haben, um diese Gesetze so zu gestalten, dass sie ihren eigenen Interessen dienen. In einigen Bundesstaaten konnten die Versorgungsunternehmen Bestimmungen in die Gesetze aufnehmen, die es ihnen ermöglichten, weiterhin fossile Brennstoffe zu verwenden, während sie in anderen Bundesstaaten Subventionen für Investitionen in erneuerbare Energien erhalten konnten.
Einfluss der Versorgungsunternehmen
Bassecches argumentiert, dass die Versorgungsunternehmen einen erheblichen Einfluss auf die Energiepolitik in den USA haben. Sie haben eine starke Präsenz in vielen Bundesstaaten und können Druck auf die Gesetzgeber ausüben, um Gesetze zu verabschieden, die ihren Interessen dienen.
Zusätzlich haben die Versorgungsunternehmen enge Beziehungen zu den öffentlichen Versorgungskommissionen, die für die Regulierung der Energieindustrie verantwortlich sind. Dies kann zu Interessenkonflikten führen, da die öffentlichen Versorgungskommissionen von den Versorgungsunternehmen beeinflusst werden können, um Gesetze zu verabschieden, die den Interessen der Unternehmen dienen, anstatt dem öffentlichen Interesse.
Fazit
Der Übergang zu einer niedrigemissionen-Wirtschaft in den USA ist eine komplexe Herausforderung, die die Kooperation vieler Akteure erfordert. Es ist jedoch wichtig, die Rolle der Versorgungsunternehmen bei der Gestaltung der Politik für erneuerbare Energien zu verstehen.
Das Buch von Bassecches bietet einen wertvollen Einblick in die Art und Weise, wie die Versorgungsunternehmen den Übergang zu erneuerbaren Energien in den USA geprägt haben. Es ist ein Hinweis darauf, dass der Übergang zu einer niedrigemissionen-Wirtschaft nicht nur eine Frage der Technologie ist, sondern auch der Politik und der Macht.
Quelle / Referenz: email://[email protected]/A%20new%20book%20examines%20the%20ways%20utilities%20shaped%20Amer_155