Einführung
Wälder sind natürliche Kohlenstoffsenken. Allerdings wird die Aufforstung von degradiertem Land zu einer globalen Klimalösung, und eine persistierende Frage bleibt: Wie wissen wir, wie viel Kohlenstoff ein Wald tatsächlich speichert? Forscher sagen, dass das terrestrische Laserscanning, oder LiDAR, die Effizienz der Messung der Ergebnisse der Aufforstung verbessern kann.
Die Rolle von LiDAR bei der Kohlenstoffschätzung
Ein kürzlich veröffentlichtes Papier in Ecological Solutions and Evidence fand heraus, dass das Laserscanning in Australien eine Verbesserung gegenüber anderen Methoden der Kohlenstoffschätzung bot. LiDAR-Instrumente emittieren Tausende von kleinen Laserpulsen, um komplexe und detaillierte 3D-Karten der Waldstruktur zu erstellen, was es Forschern ermöglicht, die Menge an Kohlenstoff in den Bäumen genauer zu schätzen.
Alexander W. Cheesman, Co-Autor des Papiers und Senior Research Fellow an der James Cook University, North Queensland, Australien, bezeichnet die Technologie als „transformierend“. „Traditionelle Felduntersuchungen verließen sich stark auf die manuelle Messung der Höhe und des Durchmessers einer relativ kleinen Anzahl von Bäumen. Aber das Laserscanning erfasst den gesamten Wald in 360 Grad, aufzeichnend jeden Stamm, jeden Ast und die Form des Kronendachs“, sagte Cheesman in einem virtuellen Interview mit Mongabay.
Kohlenstoff-Bilanzierungsmodell in Australien
In Australien ist das Full Carbon Accounting Model (FullCAM) das wichtigste Instrument der Regierung, um den in Boden und Wurzeln (unterirdischer Kohlenstoff) und Vegetation (überirdischer Kohlenstoff) gespeicherten Kohlenstoff zu verfolgen. Es wird für nationale Treibhausgas-Berichte an die Vereinten Nationen und für die Bewertung von Kohlenstoffkrediten im Land verwendet, durch das australische Kohlenstoffkredit-System (ACCU).
Herausforderungen und Perspektiven
Das Laserscanning von Wäldern kann jedoch auch Herausforderungen mit sich bringen. Fragen nach der Glaubwürdigkeit und Genauigkeit der durch diese Technologie gesammelten Daten bleiben bestehen. Darüber hinaus kann die großflächige Implementierung von LiDAR für die Waldüberwachung durch Faktoren wie Kosten und Zugang zu abgelegenen Gebieten begrenzt sein.
Trotz dieser Herausforderungen ist das Potenzial von LiDAR, die Kohlenstoffschätzungen zu verbessern, erheblich. Da die Technologie weiterentwickelt wird, ist es wahrscheinlich, dass wir eine größere Akzeptanz von LiDAR in Aufforstungs- und Kohlenstoff-Überwachungsinitiativen weltweit sehen werden.
Schlussfolgerung
Das Laserscanning von Wäldern kann ein leistungsfähiges Werkzeug zur Verbesserung der Kohlenstoffschätzungen und zur Unterstützung von Aufforstungsbemühungen sein. Es ist jedoch entscheidend, die Fragen nach Glaubwürdigkeit und Genauigkeit, die mit dieser Technologie verbunden sind, anzugehen. Da wir weiterhin nach Lösungen für die Klimaherausforderung suchen, kann die Akzeptanz von innovativen Technologien wie LiDAR eine entscheidende Rolle bei der Förderung nachhaltiger Waldwirtschaftspraktiken spielen.
Quelle / Referenz: Mongabay