Der Kampf gegen den übermäßigen Plastikgebrauch in Bangladesch
Bangladesch, der zweitgrößte Jute-Produzent der Welt, einer ökologisch freundlichen Faser, kämpft seit Jahrzehnten gegen den zunehmenden Gebrauch von Plastik- und synthetischen Fasern als Verpackungsmaterial, das billiger und beliebter, aber umweltschädlicher ist. Als Schutzmaßnahme hat die Regierung vor 16 Jahren ein Gesetz erlassen, das den Einsatz von Jute-Säcken und -Beuteln für den Transport und die Lagerung von 19 wichtigen Gütern wie Reis, Weizen und Düngemitteln vorschreibt.
Die Maßnahme hat sich jedoch als weitgehend ineffektiv erwiesen, da der Einsatz von Plastik und synthetischen Fasern als Verpackungsmaterial unkontrolliert weitergeht. Die synthetischen und Plastik-Säcke und -Beutel haben Umweltprobleme wie die Entsorgung von Abfällen verursacht. Nazmul Haque, der von der Regierung ernannte Jute-Beamte im nördlichen Distrikt Sherpur, sagte gegenüber der Mongabay, dass eine kleine, halbautomatische Reismühle, die Sakhina Rice Mill, ausschließlich Jute-Säcke verwendet.
Der Erfolgsfall der Sakhina Rice Mill
Die Sakhina Rice Mill in Sherpur hebt sich von der Menge ab, indem sie ausschließlich Jute-Säcke und -Beutel verwendet und damit die Behauptungen anderer Reismühlen widerlegt, dass Jute-Säcke und -Beutel ihre Gewinnmarge reduzieren. "Ein Plastik-Sack, der 50 Kilogramm [110 Pfund] fasst, kostet 20 Taka [16 Cent], während ein Jute-Sack 80 Taka [65 Cent] kostet. Ein Plastik-Sack kann nicht wiederverwendet werden, er ist für den Einmalgebrauch bestimmt. Andererseits können wir denselben Jute-Sack mindestens drei Mal zum Transport von Reis oder Paddy verwenden und ihn, wenn er gerissen ist, reparieren und drei weitere Male zum Transport von Reis-Bran verwenden", sagte Md. Hamez Uddin, der Besitzer der Sakhina Rice Mill, gegenüber der Mongabay.
Warum es wichtig ist
Der Verlust des Jutes an den Plastik hat erhebliche Auswirkungen auf die Umwelt und die Wirtschaft Bangladeschs. Jute ist eine erneuerbare und biologisch abbaubare Faser, während Plastik ein nicht erneuerbares und nicht biologisch abbaubares Material ist. Der übermäßige Einsatz von Plastik hat zur Umweltverschmutzung, zum Verlust der Artenvielfalt und zum Klimawandel beigetragen.
Der wissenschaftliche Mechanismus hinter dem Verlust des Jutes
Der Verlust des Jutes an den Plastik kann auf verschiedene Faktoren zurückgeführt werden, darunter das Fehlen von Bewusstsein für die Vorteile von Jute, die begrenzte Verfügbarkeit von Jute-Säcken und -Beuteln und das Fehlen von Infrastruktur zur Produktion und Verteilung von Jute. Darüber hinaus ist Jute eine teurere Faser als Plastik, was sie für Produzenten und Verbraucher weniger attraktiv macht.
Größerer Kontext
Der Verlust des Jutes an den Plastik in Bangladesch ist ein Beispiel für ein größeres Problem, das viele Entwicklungsländer betrifft. Das Fehlen von Bewusstsein für die Vorteile von Naturfasern und das Fehlen von Infrastruktur zur Produktion und Verteilung dieser Fasern haben zum Verlust des Jutes und anderer Naturfasern an den Plastik beigetragen.
Was als Nächstes passiert
Um den Verlust des Jutes umzukehren, ist es notwendig, das Bewusstsein für die Vorteile von Jute zu erhöhen und die Infrastruktur zur Produktion und Verteilung von Jute zu verbessern. Darüber hinaus ist es notwendig, Politiken und Vorschriften zu implementieren, um den Einsatz von Plastik zu reduzieren und den Einsatz von Naturfasern zu fördern. Die Sakhina Rice Mill ist ein Beispiel dafür, wie Unternehmen zur Nachhaltigkeit beitragen können, indem sie Jute-Säcke und -Beutel verwenden.
Schlussfolgerung
Der Verlust des Jutes an den Plastik in Bangladesch ist ein komplexes Problem, das eine mehrfache Herangehensweise erfordert. Es ist notwendig, das Bewusstsein für die Vorteile von Jute zu erhöhen, die Infrastruktur zur Produktion und Verteilung von Jute zu verbessern und Politiken und Vorschriften zu implementieren, um den Einsatz von Plastik zu reduzieren und den Einsatz von Naturfasern zu fördern.
Quelle / Referenz
Dieser Artikel wurde ursprünglich auf Mongabay veröffentlicht.