Entdeckung von Mikroplastik in Schnecken und Miesmuscheln der Indischen und Pazifischen Ozeane
Im Jahr 2016 begab sich ein Team von Forschern auf eine Reise, um die Bewohner tiefer hydrothermaler Quellen in den Indischen und Pazifischen Ozeanen zu erkunden. Mit Hilfe eines Unterwasser-Roboters sammelten sie Schnecken und Miesmuscheln in etwa 2.000 Metern Tiefe. Die Tiere wurden sofort eingefroren, um eine Kontamination zu vermeiden. Fast 10 Jahre später zeigte die Analyse dieser Proben ein alarmierendes Ergebnis: 11 der 12 untersuchten Tiere enthielten Mikroplastikpartikel.
Was passierte - Konkrete Fakten zum Ereignis
Die Expedition, die zwischen 2016 und 2019 in zwei Etappen durchgeführt wurde, zielt darauf ab, das Leben um tiefe hydrothermale Quellen zu studieren. Das Team nutzte eine Kombination aus fortschrittlicher Technologie, einschließlich eines Unterwasser-Roboters und hochauflösenden Kameras, um die Tiere zu sammeln und zu beobachten. Die Entdeckung von Mikroplastik in fast allen gesammelten Exemplaren ist ein klarer Indikator für den Einfluss menschlicher Aktivitäten auf die Meeresumwelt, sogar in abgelegenen und tiefen Gebieten.
Warum es wichtig ist - Einsätze und reale Auswirkungen
Das Vorhandensein von Mikroplastik in Schnecken und Miesmuscheln tiefer hydrothermaler Quellen hat erhebliche Auswirkungen. Diese Tiere spielen eine entscheidende Rolle in den Meeresökosystemen, indem sie als Nahrungsquelle für andere Arten dienen und zum Nährstoffkreislauf beitragen. Die Kontamination durch Mikroplastik kann die Gesundheit dieser Tiere beeinträchtigen und hat möglicherweise Auswirkungen auf die Nahrungskette. Dies unterstreicht die Notwendigkeit eines umfassenderen Ansatzes, um mit der Plastikverschmutzung umzugehen, der nicht nur die Küstenregionen, sondern auch die Tiefsee berücksichtigt.
Der Mechanismus/Wissenschaft hinter dem Phänomen - Zugängliche Erklärung
Mikroplastik sind Plastikpartikel, die kleiner als 5 Millimeter sind. Sie können durch verschiedene Quellen in die Ozeane gelangen, einschließlich Meeresmüll, der Zersetzung von größeren Plastikteilen und Produkten der persönlichen Hygiene, die Mikroplastikpartikel enthalten. Sobald sie in den Ozeanen sind, können Mikroplastik von Tieren aufgenommen werden, von Zooplankton bis hin zu Fischen und Meeresmammalen, und möglicherweise deren Gesundheit schädigen. Das Vorhandensein von Mikroplastik in Schnecken und Miesmuscheln tiefer hydrothermaler Quellen legt nahe, dass diese Schadstoffe in die abgelegensten und tiefsten Teile der Ozeane transportiert werden können, möglicherweise durch Meeresströmungen oder den Nährstoffkreislauf.
Größerer Kontext - Vergleich mit ähnlichen Ereignissen und Trends
Die Entdeckung von Mikroplastik in Tieren tiefer hydrothermaler Quellen ist kein isoliertes Ereignis. Frühere Studien hatten bereits Mikroplastik in einer Vielzahl von Meeresumgebungen gefunden, von Stränden und Ästuarien bis zur abyssalen Zone. Diese Entdeckungen unterstreichen die globale Ausdehnung der Plastikverschmutzung und die Notwendigkeit koordinierter Bemühungen, um die Menge an Plastik zu reduzieren, die in die Ozeane gelangt. Die Forschung betont auch die Bedeutung, die möglichen Auswirkungen der Plastikverschmutzung auf tiefe Meeresökosysteme zu berücksichtigen, die oft weniger verstanden und schwieriger zu studieren sind als die Küstenregionen.
Was kommt als Nächstes - Auswirkungen und offene Fragen
Die Ergebnisse dieser Studie eröffnen den Weg für zukünftige Untersuchungen zur Präsenz und den Auswirkungen von Mikroplastik in tiefen Meeresökosystemen. Es wird entscheidend sein, besser zu verstehen, wie Mikroplastik in diese Gebiete transportiert werden, welche die Hauptquellen der Kontamination sind und wie die Präsenz dieser Schadstoffe die Gesundheit und Widerstandsfähigkeit dieser Ökosysteme beeinflusst. Darüber hinaus müssen Bemühungen, die Plastikverschmutzung zu verringern, den Schutz der tiefen Meeresumgebungen berücksichtigen, einschließlich der Umsetzung von Richtlinien zur Reduzierung von Plastikmüll und zur Förderung nachhaltiger Praktiken.
Quelle / Referenz
Dieser Artikel wurde ursprünglich auf Mongabay veröffentlicht.