Was passierte
Die langschwänzigen Makaken, die im Südosten Asiens beheimatet sind, wurden seit 2022 aufgrund eines Rückgangs der Population um mindestens 50% über 30 Jahre auf der Roten Liste der IUCN als gefährdete Art gelistet. Allerdings weigerte sich der US-amerikanische Wildlife-Dienst (FWS) zweimal, die Art unter dem US-Gesetz über gefährdete Arten zu schützen. Die jüngste Entscheidung wurde am 14. Juli 2026 bekannt gegeben.
Eine solche Liste hätte die Einfuhr dieser Primaten für biomedizinische Forschung eingeschränkt, eine der größten Bedrohungen für ihre Population. Mongabay bat den FWS um einen Kommentar, erhielt jedoch bis zur Veröffentlichung keine Antwort.
Warum es wichtig ist
Langschwänzige Makaken (Macaca fascicularis) können in verschiedenen Habitaten leben, von Flussufern und Mangrovenwäldern bis hin zu tropischen Wäldern und Städten. Trotz ihrer Anpassungsfähigkeit sind die Populationen dieser mittelgroßen Primaten aufgrund von Habitatverlust, Klimawandel, Jagd und Handel, insbesondere für biomedizinische Forschung, laut IUCN, der globalen Behörde für den Naturschutz, dramatisch zurückgegangen.
Eine Studie aus dem Jahr 2025 ergab, dass in der Natur gefangene Makaken wahrscheinlich die Zuchtfarmen in Kambodscha, Laos und Vietnam ergänzen, die ausländische Laboratorien beliefert werden. Lisa Jones-Engel, wissenschaftliche Beraterin für Primatenexperimente bei der PETA, sagte, dass die Jagd auf Makaken für medizinische Tests der größte Faktor für den Rückgang ihrer Population sei.
Der Mechanismus/Wissenschaft dahinter
Der Verlust von Lebensräumen und der Klimawandel beeinflussen die Verfügbarkeit von Nahrung und Unterkunft für langschwänzige Makaken, was sie anfälliger für die Jagd und den Handel macht. Darüber hinaus kann die Jagd auf Makaken für biomedizinische Forschung verheerende Auswirkungen auf die Populationen haben, da sie fortpflanzungsfähige Individuen entfernt und die sozialen Gruppen destabilisiert.
Laut IUCN umfassen die Hauptbedrohungen für langschwänzige Makaken den Verlust von Lebensräumen aufgrund der Ausweitung der Landwirtschaft, der Urbanisierung und der Gewinnung von Naturressourcen sowie die Jagd für Nahrung und den Wildtierhandel. Der Klimawandel kann auch die Verteilung und den Bestand an Nahrung beeinflussen, was die Makaken anfälliger für Hunger und Dehydrierung macht.
Größerer Kontext
Die Entscheidung der USA, langschwänzige Makaken nicht zu schützen, steht im Einklang mit einer umfassenderen Tendenz, die Interessen der biomedizinischen Industrie über den Naturschutz zu stellen. Die Nachfrage nach Primaten für medizinische Forschung ist hoch, und viele Laboratorien sind auf die Einfuhr von Wildtieren angewiesen, um Experimente durchzuführen.
Viele Experten argumentieren jedoch, dass die Jagd auf Makaken in der Natur unnötig ist und dass alternative Methoden wie Zucht in Gefangenschaft oder Computersimulation effektiver und ethischer sein können. Darüber hinaus kann der Schutz der langschwänzigen Makaken umfassendere Vorteile für den Naturschutz und die öffentliche Gesundheit haben, da diese Tiere eine wichtige Rolle in den Ökosystemen spielen und Träger von Zoonosen sein können.
Was als nächstes passiert
Die Entscheidung des FWS kann erhebliche Auswirkungen auf den Schutz der langschwänzigen Makaken und anderer Primaten haben. Die Fortsetzung der Jagd auf Makaken in der Natur für biomedizinische Forschung kann zu einem weiteren Rückgang der Populationen und einer erhöhten Aussterbungsgefahr führen.
Es ist wichtig, dass Regierungen und internationale Organisationen Maßnahmen ergreifen, um langschwänzige Makaken und andere Primaten zu schützen, den Naturschutz zu fördern und die Ethik in der biomedizinischen Forschung zu verbessern. Dazu gehören die Umsetzung strengerer Gesetze und Vorschriften zur Regulierung der Jagd und des Handels mit Wildtieren sowie Investitionen in alternative Forschungsmethoden, die nicht die Jagd auf Tiere in der Natur beinhalten.
Zusammenfassung
Die Entscheidung der USA, langschwänzige Makaken nicht zu schützen, ist ein Hinweis darauf, dass der Naturschutz und die Ethik in der biomedizinischen Forschung komplexe und vielschichtige Themen sind. Es ist wichtig, dass Regierungen, internationale Organisationen und die Zivilgesellschaft zusammenarbeiten, um den Naturschutz und die öffentliche Gesundheit zu fördern, indem sie langschwänzige Makaken und andere Primaten vor Bedrohungen wie der Jagd für biomedizinische Forschung schützen.
Quelle / Referenz
Original-URL: https://news.mongabay.com/short-article/2026/07/us-declines-to-protect-endangered-monkeys-used-in-medical-research/
Quelle: Mongabay