Was passierte
Eine neue Studie in den Vereinigten Staaten legt nahe, dass invasive Schimmelpilz-Infektionen eine unterschätzte und potenziell tödliche Bedrohung darstellen könnten. Die Forscher entdeckten etwa 450 Fälle in Krankenhäusern im Großraum Atlanta über einen Zeitraum von fünf Jahren. Ungefähr ein Drittel der Patienten starb im Krankenhaus.
Die Ergebnisse, die von den Centers for Disease Control and Prevention (CDC) veröffentlicht wurden, sind das Ergebnis eines Versuchs, die Häufigkeit dieser Arten von Krankheiten besser zu schätzen. Die Regierung verlangt nicht, dass Ärzte diese Krankheiten melden.
Warum es wichtig ist
Die Exposition gegenüber Schimmelpilz ist ein wiederkehrendes Problem nach Hurrikanen, Überschwemmungen und anderen von den Klimaveränderungen beeinflussten Naturkatastrophen, so die Forscher. Dies kann zu einer Zunahme von Schimmelpilz-Infektionen führen, insbesondere bei anfälligeren Bevölkerungsgruppen wie älteren Menschen und Patienten mit geschwächten Immunsystemen.
Schimmelpilz-assoziierte Krankheiten sind seltene Infektionen, die durch bestimmte Schimmelpilz-Arten verursacht werden. Die meisten Menschen, die sich infizieren, atmen Schimmelpilz-Sporen ein, aber sie können auch durch Schnitte oder Wunden oder durch kontaminierte medizinische Geräte in den Körper gelangen.
Der Mechanismus dahinter
Schimmelpilz-Sporen verursachen bei den meisten Menschen keine Gesundheitsprobleme, können aber für einige, einschließlich älterer Menschen, Krebspatienten und anderer mit geschwächten Immunsystemen, tödlich sein. Schimmelpilz kann in feuchten und warmen Umgebungen wachsen, und die Klimaveränderungen können die Häufigkeit und Schwere dieser Umgebungen erhöhen.
Darüber hinaus wächst die ältere Bevölkerung, und diese Menschen sind anfälliger für diese Krankheiten. Dies bedeutet, dass die Bedrohung durch Schimmelpilz-assoziierte Krankheiten in der Zukunft zunehmen kann.
Größerer Kontext
Schimmelpilz-Infektionen sind kein neues Problem, aber die Häufigkeit und Schwere dieser Krankheiten können aufgrund der Klimaveränderungen zunehmen. Darüber hinaus kann die fehlende Meldung über diese Krankheiten die wahre Ausdehnung des Problems unterschätzen.
Andere Studien haben gezeigt, dass die Klimaveränderungen die Häufigkeit und Schwere von durch Vektoren übertragenen Krankheiten wie Dengue-Fieber und Gelbfieber erhöhen können. Dies deutet darauf hin, dass die Klimaveränderungen einen signifikanten Einfluss auf die öffentliche Gesundheit haben können.
Was als nächstes passiert
Es ist wichtig, dass Gesundheitsfachleute sich der Bedrohung durch Schimmelpilz-assoziierte Krankheiten bewusst sind und Maßnahmen ergreifen, um diese Infektionen zu verhindern und zu behandeln. Dies kann die Verbesserung der Belüftung und der Feuchtigkeitskontrolle in Krankenhäusern und anderen geschlossenen Umgebungen umfassen.
Darüber hinaus ist weitere Forschung über die Häufigkeit und Schwere von Schimmelpilz-assoziierten Krankheiten sowie über die wirksamsten Präventions- und Behandlungsmaßnahmen erforderlich. Dies kann helfen, die Bedrohung durch diese Krankheiten zu reduzieren und die öffentliche Gesundheit zu verbessern.
Zusammenfassung
Die Bedrohung durch Schimmelpilz-assoziierte Krankheiten ist ein unterschätztes Problem, das schwerwiegende Folgen für die öffentliche Gesundheit haben kann. Es ist wichtig, dass Gesundheitsfachleute und politische Entscheidungsträger sich dieses Problems bewusst sind und Maßnahmen ergreifen, um diese Infektionen zu verhindern und zu behandeln.
Quelle / Referenz
Quelle: Mongabay