Die Herausforderung der ländlichen Dörfer
Auf einer grasbewachsenen Hügelkuppe mit Blick auf den Indischen Ozean, an der Ostküste Südafrikas, weiden Dutzende von Rindern frei. Seit Generationen sind die Familien in den kleinen ländlichen Dörfern Tyolomnqa, Phozi und Qaga, etwa 50 Kilometer von der nächstgelegenen Stadt KuGompo entfernt, auf diese Gemeindeländereien angewiesen, um Nahrung, Einkommen, Heilung und spirituelle Verbundenheit zu finden.
Die Dorfbewohner behaupten, dass ein geplanter Tagebau, der sich über Tausende Hektar Gemeindeland erstrecken wird, ihre Lebensweise bedroht. Das Tyolomnqa-Schwerminenprojekt, das vom Vendicom Minerals Beneficiation-Unternehmen in Johannesburg vorgeschlagen wurde, zielt auf Zirkon, Rutil, Ilmenit und Leukoxen ab - schwere Mineralien, die in Produkten wie keramischen Fliesen und Farbpigmenten, Titan für Flugzeuge, medizinische Implantate und einige erneuerbare Energietechnologien verwendet werden.
Was auf dem Spiel steht
Obwohl der ursprüngliche Antrag auf Prospektion in der Region aus verfahrenstechnischen Gründen von der Regierung abgelehnt wurde, zeigen Kommunikationen einer von Vendicom beauftragten Beratungsfirma, die die Umwelt- und Sozialverträglichkeitsprüfung durchführen soll, dass das Unternehmen immer noch an der Ausbeutung der Region interessiert ist.
Das Gebiet, auf das sich Vendicom konzentriert, erstreckt sich über bis zu 29 Kilometer Gemeindeweide, einschließlich der Mündungen von Tyolomnqa, Keiskamma und Kiwane. Die drei Flüsse, deren Namen von einheimischen Wörtern abgeleitet sind, fließen durch wellige Hügel, bevor sie in Mündungen münden, die von Dünen und sandigen Stränden gesäumt sind. Das Wort Keiskamma stammt aus der Khoekhoe-Sprache und wird häufig als „Ort des Süßwassers“ übersetzt.
Die Wissenschaft hinter dem Bergbau
Der Schwerminenabbau ist ein komplexer Prozess, der die Gewinnung von wertvollen Mineralien aus Sandlagerstätten beinhaltet. Diese Mineralien werden in einer Vielzahl von Anwendungen verwendet, von der Keramik- und Pigmentherstellung bis zur Herstellung von Flugzeugkomponenten und medizinischen Implantaten.
Der Bergbau kann jedoch auch erhebliche Umweltauswirkungen haben, einschließlich der Zerstörung von Lebensräumen, der Wasserverschmutzung und der Freisetzung von gefährlichen Chemikalien. Darüber hinaus kann der Bergbau die lokalen Gemeinden beeinträchtigen, insbesondere solche, die von den Ländereien und natürlichen Ressourcen für ihren Lebensunterhalt abhängig sind.
Größerer Kontext
Der Kampf gegen den Schwerminenabbau in Tyolomnqa ist nur ein Beispiel für einen größeren Widerstand gegen Bergbauprojekte auf der ganzen Welt. In vielen Fällen werden diese Projekte in abgelegenen oder geschützten Gebieten vorgeschlagen, in denen die lokalen Gemeinden möglicherweise nicht die Ressourcen oder die Fähigkeit haben, sich der Bergbauaktivitäten zu widersetzen.
Der Widerstand gegen den Bergbau kann jedoch auch ein Katalysator für Veränderungen sein. In einigen Fällen konnten die lokalen Gemeinden günstigere Vereinbarungen mit den Bergbauunternehmen aushandeln oder den Bergbau sogar vollständig verhindern.
Was kommt als Nächstes
Es ist schwierig vorherzusagen, was als Nächstes im Kampf gegen den Schwerminenabbau in Tyolomnqa passieren wird. Es ist jedoch klar, dass der Widerstand der lokalen Gemeinden eine wichtige Rolle bei dem endgültigen Ergebnis spielen wird.
Darüber hinaus kann der Kampf gegen den Bergbau in Tyolomnqa auch weitere Auswirkungen auf die Bergbaupolitik in Südafrika und auf der ganzen Welt haben. Wenn die lokalen Gemeinden sich der Umwelt- und sozialen Auswirkungen des Bergbaus bewusster werden, können sie von den Bergbauunternehmen mehr Verantwortung und Transparenz fordern.
Schlussfolgerung
Der Kampf gegen den Schwerminenabbau in Tyolomnqa ist ein eindringlicher Hinweis auf die Bedeutung des Schutzes der Umwelt und der lokalen Gemeinden. Wenn die Welt weiterhin nach natürlichen Ressourcen sucht, ist es von entscheidender Bedeutung, dass wir dies auf eine verantwortungsvolle und nachhaltige Weise tun.
Quelle / Referenz
Dieser Artikel wurde ursprünglich auf Mongabay veröffentlicht.