Einführung
Am 28. Oktober 2025 führte der Copernicus-Klimawandel-Dienst (C3S) den 2. Expertenworkshop des nationalen Kooperationsprogramms (NCP) zum Thema Wasser in Lissabon durch. Die Veranstaltung wurde vom Portugiesischen Institut für Meer und Atmosphäre (IPMA) ausgerichtet und vom Europäischen Zentrum für mittelfristige Wettervorhersage (ECMWF) organisiert. 41 Teilnehmer aus 20 Ländern nahmen teil, darunter nationale Wetter- und hydrologische Dienste, Forschungseinrichtungen, Vertreter des C3S-NCP, Mitarbeiter und Auftragnehmer des ECMWF.
Der Workshop
Dieser Workshop folgte dem 1. Expertenworkshop des C3S-NCP zum Thema Wasser, der im Juli 2025 online stattfand und den Wasser-Dienst des C3S vorstellte und erste Feedback von den Nutzern sammelte. Der erste Workshop hob Prioritäten wie den Zugang zu grenzüberschreitenden Datensätzen, praxisbezogene Fallstudien, Anleitung zur saisonalen Vorhersagefähigkeit und die Notwendigkeit klarerer Wege für Schulung und Zugang zu Daten hervor. Aufbauend auf dieser Grundlage konzentrierte sich der zweite Workshop auf technische Fortschritte, nationale Anwendungsbeispiele und Möglichkeiten, den sich entwickelnden Dienst an die nationalen Bedürfnisse anzupassen.
Entwicklung des C3S-Wasser-Dienstes
Die Teilnehmer erhielten eine Aktualisierung über den Dienst und seine drei Hauptkomponenten: hydrologisches Monitoring, saisonale hydrologische Vorhersagen und langfristige hydrologische Prognosen. Die Referenten beschrieben den Fortschritt bei der Modellierungsarbeit, den Datensätzen, die auf Voreingenommenheit angepasst wurden, und der Integration von Daten in das Klimadaten-Repository. Sie stellten auch zukünftige Webanwendungen vor, die den Nutzern bei der Erforschung von Datensätzen, der Bewertung der Modellleistung und der Visualisierung der Unsicherheit helfen werden. Kontinuierliche Engagement-Aktivitäten, einschließlich Interviews, Umfragen und einer zukünftigen Gruppe von Early-Testern, informieren weiterhin die Auswahl von Indikatoren und Benutzerfreundlichkeitsfunktionen.
Nationale Anwendungsbeispiele
Vertreter aus Portugal, Irland, Deutschland und Italien präsentierten Beispiele dafür, wie hydrologische Daten, Vorhersagen und Klimaprojektionen in ihren Ländern eingesetzt werden. Diese Präsentationen behandelten Bereiche wie klimaresistente Wasserinfrastruktur, nationale Hochwasservorhersagesysteme, reduzierte Klimaprojektionen und die Integration von Copernicus-Daten in nationale Wasserbewirtschaftungsrahmen.
Diskussionen und nächste Schritte
Die Diskussionen behandelten die Auflösung von Daten, Kalibrierung und Validierung sowie das Gleichgewicht zwischen Zugang zu rohen und auf Voreingenommenheit angepassten Daten. Die Teilnehmer betonten auch die Bedeutung klarer Metadaten, gut dokumentierter Arbeitsabläufe und geeigneter Werkzeuge für Nutzer mit unterschiedlichem Fachwissen. Weitere Themen umfassten die Integration nationaler Datenquellen, Herausforderungen bei der grenzüberschreitenden Wasserbewirtschaftung und die aktuellen Einschränkungen bei der Darstellung kleiner Inseln in Standard-Hydrologienetzen.
Zusammenfassung
Der Workshop endete mit einer Übersicht über die nächsten Schritte. Dazu gehören eine Follow-up-Umfrage, kontinuierliche bilaterale Austausch über das NCP-Netzwerk und weitere Demonstrationen des C3S-Wasser-Dienstes, wenn die Entwicklung fortschreitet. Zukünftige Aktivitäten werden sich auf die Feinabstimmung von Indikatoren, die Erweiterung der Validierung und die Vorbereitung von Anwendungen für Benutzertests konzentrieren.