Was passiert ist
Ein kürzlich in der Zeitschrift Nature Climate Change veröffentlichtes Studie hat ergeben, dass der Hitzestress global zunimmt und damit Gesundheitsbedenken für Milliarden von Menschen aufwirft. Die Forschung analysierte über 70 Jahre Klimadaten aus dem ERA5-HEAT-Datensatz, der Hitzestress-Daten seit 1940 enthält. Die Forscher kombinierten diese Klimainformationen mit Bevölkerungsdaten, um die menschliche Exposition gegenüber gefährlichem Hitzestress weltweit zu schätzen.
Die Ergebnisse zeigen, dass die nächtlichen "gefühlten" Temperaturen schneller gestiegen sind als die täglichen Temperaturen. Etwa 70% der Weltbevölkerung erleben jetzt mindestens 90 Tage pro Jahr mit starkem Hitzestress, im Vergleich zu 55% in den 1970er Jahren. Darüber hinaus fand die Studie heraus, dass der gefährliche Hitzestress in den letzten fünf Jahrzehnten auf allen Kontinenten zugenommen hat, einschließlich in Gebieten, die historisch nicht an solche Hitze gewöhnt waren, wie Teile Europas.
Warum es wichtig ist
Hitzestress ist eine erhebliche Bedrohung für die menschliche Gesundheit, insbesondere für Kinder und ältere Menschen. Vorhandene Gesundheitszustände wie Asthma, Diabetes und Herz-Kreislauf-Erkrankungen können durch die Hitze tödlich werden. Darüber hinaus kann Hitzestress die Produktivität, die Wirtschaft und die Nahrungsmittelsicherheit beeinträchtigen und wird so zu einem globalen Problem, das sofortige Aufmerksamkeit erfordert.
Die kürzliche Hitzewelle in Europa, die zu über 10.000 zusätzlichen Todesfällen führte, ist ein tragisches Beispiel für die verheerenden Auswirkungen von Hitzestress. Rebecca Emerton, Hauptautorin der Studie und Senior-Wissenschaftlerin am European Centre for Medium-Range Weather Forecasts, sagte, dass "Hitzestress bereits weltweit Leben beeinflusst und keine zukünftige Bedrohung mehr ist".
Der Mechanismus hinter dem Hitzestress
Hitzestress tritt auf, wenn der menschliche Körper den Hitzestress nicht effektiv ableiten kann, was zu einer Erhöhung der Körpertemperatur führt. Dies kann aufgrund hoher Temperaturen, Feuchtigkeit, mangelnder Schatten, unzureichender Belüftung und intensiver körperlicher Aktivität auftreten. Der Klimawandel verschärft den Hitzestress, da die globalen Temperaturen steigen und extreme Hitzewellen häufiger und intensiver werden.
Die Wissenschaft hinter dem Hitzestress ist komplex und umfasst die Wechselwirkung mehrerer Faktoren, einschließlich Sonneneinstrahlung, Feuchtigkeit, Windgeschwindigkeit und Lufttemperatur. Es ist jedoch wichtig, diese Mechanismen zu verstehen, um effektive Strategien zur Minderung und Anpassung an den Hitzestress zu entwickeln.
Größerer Kontext
Hitzestress ist kein neues Problem, aber es wird aufgrund des Klimawandels immer häufiger und intensiver. Die Forschung zeigt, dass Hitzestress weltweit zunimmt, einschließlich in Regionen, die historisch nicht als heiß galten. Dies unterstreicht die Notwendigkeit eines globalen Ansatzes, um den Hitzestress zu bewältigen, einschließlich der Umsetzung von Minderungs- und Anpassungsstrategien, der Verbesserung der städtischen Infrastruktur und der Aufklärung der Bevölkerung über die Risiken des Hitzestresses.
Darüber hinaus ist Hitzestress mit anderen Umweltproblemen wie Luftverschmutzung, Verlust der Artenvielfalt und Nahrungsmittelsicherheit verbunden. Es ist daher wichtig, Hitzestress als Teil einer umfassenden Strategie für nachhaltige Entwicklung und Umweltschutz zu betrachten.
Was als nächstes passiert
Die Ergebnisse der Studie unterstreichen die Notwendigkeit sofortiger Maßnahmen, um den Hitzestress zu mindern und die menschliche Gesundheit zu schützen. Dazu gehören die Umsetzung von Minderungs- und Anpassungsstrategien, wie die Schaffung von städtischen Grünflächen, die Verbesserung der Kühlinfrastruktur und die Aufklärung der Bevölkerung über die Risiken des Hitzestresses.
Es ist auch wichtig, den Hitzestress weiter zu überwachen und zu studieren, um seine Auswirkungen besser zu verstehen und effektive Strategien zur Minderung und Anpassung zu entwickeln. Dazu gehört die Zusammenarbeit zwischen Wissenschaftlern, Politikern und Gemeinschaften, um innovative und effektive Lösungen zur Bewältigung des Hitzestresses zu entwickeln.
Quelle / Referenz
Dieser Artikel wurde ursprünglich auf Mongabay veröffentlicht.