Was passiert ist
Im April dieses Jahres hat die indonesische Regierung das Übereinkommen über die Arbeit in der Fischerei von 2007 der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO), auch bekannt als ILO 188, ratifiziert. Diese Ratifizierung markiert einen wichtigen Schritt in Richtung einer Stärkung der Arbeitsschutzbestimmungen in der Fischereiindustrie.
Das ILO-Übereinkommen 188 zielt darauf ab, Mindeststandards für die Sicherheit und Gesundheit am Arbeitsplatz, faire Löhne, anständige Arbeitsbedingungen, Sozialschutz, Rechtsschutz und angemessene Erholung für die Arbeitnehmer in der Fischereiindustrie festzulegen. Mit der Ratifizierung hat die indonesische Regierung ein Jahr Zeit, um die Umsetzung des Übereinkommens vorzubereiten, einschließlich der Überprüfung der bestehenden Vorschriften, die die Anwerbung, Ausbildung, Zertifizierung und Verwaltung der Fischerbesatzungen regeln.
Warum es wichtig ist
Für Besatzungsmitglieder wie Endi, die unter schwierigen und gefährlichen Bedingungen arbeiten, kann die Ratifizierung des ILO-Übereinkommens 188 eine erhebliche Verbesserung ihrer Arbeitsbedingungen und Löhne bedeuten. Endi, 42 Jahre alt, teilte seine Erfahrungen auf See mit und betonte, dass er trotz der niedrigen Löhne dankbar für seine Arbeit ist.
Die Umsetzung des Übereinkommens kann dazu beitragen, dass die Arbeitnehmer in der Fischereiindustrie Zugang zu sichereren Arbeitsbedingungen, fairen Löhnen und Sozialschutz haben, was einen positiven Einfluss auf ihr Leben und das ihrer Familien haben kann.
Die Wissenschaft und der Mechanismus dahinter
Das ILO-Übereinkommen 188 basiert auf Grundsätzen des internationalen Arbeitsrechts und zielt darauf ab, die Rechte der Arbeitnehmer in der Fischereiindustrie zu schützen. Das Übereinkommen behandelt Fragen wie die Sicherheit und Gesundheit am Arbeitsplatz, die Anwerbung und Ausbildung von Besatzungsmitgliedern, die Zertifizierung und Verwaltung von Fischereifahrzeugen sowie den Sozialschutz und Rechtsschutz der Arbeitnehmer.
Die Umsetzung des Übereinkommens erfordert die Zusammenarbeit zwischen Regierungen, Arbeitnehmerorganisationen und privaten Unternehmen, um sicherzustellen, dass die festgelegten Normen und Standards respektiert und angewendet werden.
Der breitere Kontext
Die Ratifizierung des ILO-Übereinkommens 188 durch Indonesien ist ein wichtiger Schritt in Richtung einer Stärkung der Arbeitsschutzbestimmungen in der Fischereiindustrie, aber es ist kein isoliertes Ereignis. Die Fischereiindustrie ist eine der gefährlichsten und ausgebeutetsten Branchen der Welt, mit Tausenden von Arbeitnehmern, die jedes Jahr unter schwierigen und gefährlichen Arbeitsbedingungen arbeiten.
Die Umsetzung des Übereinkommens kann dazu beitragen, die Arbeitsbedingungen zu verbessern und die Rechte der Arbeitnehmer in der Fischereiindustrie zu schützen, aber es erfordert auch die Zusammenarbeit und das Engagement aller beteiligten Akteure, einschließlich Regierungen, Arbeitnehmerorganisationen und privater Unternehmen.
Was als Nächstes passiert
Mit der Ratifizierung des ILO-Übereinkommens 188 hat die indonesische Regierung ein Jahr Zeit, um die Umsetzung des Übereinkommens vorzubereiten. Dazu gehören die Überprüfung der bestehenden Vorschriften, die Schulung von Beamten und die Zusammenarbeit mit Arbeitnehmerorganisationen und privaten Unternehmen.
Die Umsetzung des Übereinkommens kann auf Herausforderungen stoßen, einschließlich des Widerstands einiger Unternehmen und des Mangels an Ressourcen, um die effektive Anwendung der festgelegten Normen und Standards zu gewährleisten. Die Ratifizierung des ILO-Übereinkommens 188 ist jedoch ein wichtiger Schritt in Richtung einer Stärkung der Arbeitsschutzbestimmungen in der Fischereiindustrie und kann einen erheblichen positiven Einfluss auf das Leben der Arbeitnehmer in der Fischereiindustrie haben.
Quelle / Referenz
Dieser Artikel wurde ursprünglich auf Mongabay veröffentlicht.