Einführung
Eine kürzlich veröffentlichte Studie in der Zeitschrift PLOS One ergab, dass drei der mächtigsten Raubtiere Asiens das gleiche Territorium in einem abgelegenen Tal in Nepal teilen. Die Forschung zeigte, dass die Ernährung und nicht die Zeit oder der Raum das ist, was die Schneeleoparden (Panthera uncia), die Leoparden (Panthera pardus) und die Himalaja-Wölfe (Canis lupus chanco) davon abhält, in direkte Konflikte zu geraten.
Methoden und Ergebnisse
Die Forscher verwendeten mehr als sechs Jahre lang Fotofallen und Kotanalysen, um die Ernährung jedes Raubtiers im Lapchi-Tal, in der Gaurishankar-Schutzzone, in den zentralen Himalajas von Nepal, zu identifizieren. Sie analysierten den Kot-DNA und untersuchten die Haare der Beutetiere unter einem Mikroskop, um die Ernährung jeder Art zu bestimmen.
Die Ergebnisse zeigten, dass die Schneeleoparden hauptsächlich von wilden Huftieren leben, einschließlich des Blauschafs (Pseudois nayaur), des Moschus-Hirsches (Moschus leucogaster), des Himalaja-Tahrs (Hemitragus jemlahicus) und des Himalaja-Seraus (Capricornis sumatraensis). Der Blauschaf allein macht fast die Hälfte ihrer Ernährung aus.
Im Gegensatz dazu sind die Leoparden stark von Nutzvieh und Tieren abhängig, die mit menschlichen Siedlungen in Verbindung stehen, einschließlich Hunden, obwohl sie auch Haare von Hirschen (Muntiacus muntjak) und Gorals (Naemorhedus goral) in ihren Kots gefunden haben. Die Himalaja-Wölfe fressen eine Mischung aus wilden Beutetieren, wie dem Blauschaf und dem Moschus-Hirsch, sowie Nutzvieh, wie Ziegen, Pferden und Yaks (Bos grunniens).
Analyse und Auswirkungen
Die Überschneidung der Ernährung zwischen den Schneeleoparden und den Wölfen war erheblich, während die Leoparden viel weniger Überschneidung mit einer der Arten zeigten. Alle drei Raubtiere waren hauptsächlich nachts aktiv und nutzten überlappende Territorien.
Laut dem Leiter der Studie, Narayan Prasad Koju, vom Nepal Engineering College, war die größte Überraschung, dass der Raum und die Zeit nicht das sind, was die Harmonie zwischen den drei Haupt-Raubtieren aufrechterhält. Dies deutet darauf hin, dass die Koexistenz dieser Arten aufgrund ihrer Anpassung an die Verfügbarkeit von Beutetieren und der Nutzung des Territoriums möglich ist.
Schlussfolgerung
Diese Studie bietet einen wertvollen Einblick in die Koexistenz von Spitzen-Raubtieren in fragilen Ökosystemen. Das Verständnis der Ernährung und der Aktivitätsmuster dieser Arten kann effektive Schutzstrategien zur Erhaltung dieser Tiere und ihrer Lebensräume informieren.
Quelle / Referenz
Dieser Artikel wurde ursprünglich auf Mongabay veröffentlicht