Einführung in die Herausforderung
Während der Monsun-Saison, in den nebelverhangenen Hügeln von Darjeeling, in Westbengalen, im Osten Indiens, kommt der scheue Himalaja-Salamander aus dem Untergrund des Waldes hervor. Diese uralten Amphibien (Tylototriton himalayanus) führen einen zarten Tanz auf, ein Paarungsritual, das bis zu 90 Minuten dauert, bevor sie ihre Eier in halb untergetauchter Vegetation wie dem Knotweed (Persicaria glabra) befestigen. Allerdings ist das Überleben der nächsten Salamander-Generation immer mehr gefährdet, da ihre kritischen Feuchtgebiethabitate verschwinden.
Was passiert
Laut Koushik Deuti vom Zoological Survey of India hängt die Zukunft des Salamanders mit kleinen, schrumpfenden Feuchtgebieten zusammen, die lokal als pokhris bekannt sind. "Die meisten dieser kleinen Feuchtgebiete wurden aufgrund der übermäßigen Besiedlung und des Tourismus in den Darjeeling-Hügeln umgewandelt, und diese Feuchtgebiete wurden entwässert und es gibt kein Wasser", sagt Deuti. "Daher ist der Schutz des Himalaja-Salamanders direkt mit dem Schutz dieser kleinen Feuchtgebiete verbunden." Neben dem physischen Verlust des Habitats sind die verbleibenden Seen durch Abwasser und Waschmittel verschmutzt.
Warum es wichtig ist
Der Verlust von Habitaten und die Verschmutzung wirken sich direkt auf das Überleben der Salamander aus. Der Bau von Infrastruktur stellt auch eine direkte physische Bedrohung dar: Neue Straßen teilen oft Wanderwege und die Salamander werden von Fahrzeugen überfahren, wenn sie versuchen, die Fortpflanzungsstellen zu erreichen. Nirmal Tamang, Einwohner von Namthing Pokhri, sagt, dass die Einwohner den Bau von Unterführungen beantragt haben, um den sicheren Übergang der Amphibien zu ermöglichen, aber bisher keine gebaut wurde.
Der Mechanismus hinter der Bedrohung
Die Wissenschaft hinter der Bedrohung der Himalaja-Salamander ist komplex. Der Verlust von Feuchtgebiethabitaten wird durch die Ausweitung der touristischen Infrastruktur und der Landwirtschaft verursacht. Darüber hinaus wirkt sich die Verschmutzung durch Abwasser und Waschmittel auf die Wasserqualität aus und macht sie für das Überleben der Salamander unzureichend. Der Bau von Straßen und die städtische Expansion teilen auch die Habitate und isolieren die Salamander-Populationen, was die Fortpflanzung und Wanderung erschwert.
Größerer Kontext
Die Bedrohung der Himalaja-Salamander ist kein isoliertes Phänomen. Der Verlust von Feuchtgebiethabitaten ist ein globales Problem, das viele Amphibien- und andere Tierarten betrifft. Die Ausweitung der touristischen Infrastruktur und der Landwirtschaft sind nur einige der Faktoren, die zum Verlust von Habitaten beitragen. Darüber hinaus ist die Verschmutzung durch Abwasser und Waschmittel ein häufiges Problem in vielen Regionen der Welt.
Was als Nächstes passiert
Der Schutz der Himalaja-Salamander erfordert einen umfassenden Ansatz. Dazu gehören der Schutz der Feuchtgebiethabitaten, der Bau von Unterführungen, um den sicheren Übergang der Amphibien zu ermöglichen, und die Umsetzung von Maßnahmen, um die Verschmutzung durch Abwasser und Waschmittel zu reduzieren. Darüber hinaus ist es wichtig, die Einwohner und Touristen über die Bedeutung des Schutzes der Salamander und der Feuchtgebiethabitaten aufzuklären.
Quelle / Referenz
Dieser Artikel wurde ursprünglich auf Mongabay veröffentlicht.