Einführung
Der hundertjährige Feigenbaum der Praça XV de Noviembre in Florianópolis ist eines der Postkarten der Stadt und wurde im Stadthymne erwähnt. Allerdings enthüllte eine kürzlich von der Bundesuniversität von Santa Catarina (UFSC) durchgeführte Studie, dass der Baum nicht in Brasilien beheimatet ist, sondern aus der Region zwischen tropischem Asien und Australien stammt.
Die Forschung
Die Forscher sammelten kleine Teile des Baumes, die Chloroplasten-Genome enthalten, und analysierten sie in einem Hochtechnologie-Gerät. Anschließend verglichen sie die Daten des Praça-XV-Baumes mit denen von Tausenden von Arten, die in einer globalen Datenbank registriert sind.
Laut Professor Valdir Stefenon, der die Studie leitete, rettet die Entdeckung einen Teil der Stadtgeschichte und enthüllt ein wichtiges Gesicht der Wissenschaft, das noch wenig bekannt ist, nämlich ihre Verbindung mit Geschichte und Kultur.
Die Geschichte des Feigenbaums
Der Feigenbaum wurde um 1870 in dem Gebiet gepflanzt, das heute die Treppe der Kathedrale beherbergt, im Stadtzentrum. Etwa 20 Jahre später, 1891, wurde er in die Plaza verpflanzt und dient seither als Schatten für Reisende und als Bühne für Festivitäten.
Folgen der Entdeckung
Die Entdeckung des Ursprungs des hundertjährigen Feigenbaums von Florianópolis kann bedeutende Auswirkungen auf den Schutz und die Erhaltung des Baumes haben. Darüber hinaus kann die Forschung auch zur Erforschung der Geschichte und Kultur der Stadt beitragen.
Klonen des Baumes
Die Forscher entwickeln auch eine Forschung, um den Baum zu klonen, indem sie neue Filamente des Baumes verwenden. Der Prozess wird dazu beitragen, die genetischen Merkmale des aktuellen Feigenbaums zu erhalten.
Schlussfolgerung
Die Geschichte des hundertjährigen Feigenbaums von Florianópolis ist ein faszinierendes Beispiel dafür, wie die Wissenschaft vergessene Geheimnisse der Geschichte und Kultur enthüllen kann. Die Entdeckung des Ursprungs des Baumes ist ein wichtiger Hinweis auf die Bedeutung des Schutzes und der Erhaltung des natürlichen und kulturellen Erbes.
Quelle / Referenz
Quelle: G1 Natureza