Was passiert: Der Krieg und die Isolation der iranischen Wissenschaftler
Der laufende Krieg im Iran, der am 28. Februar nach einem gemeinsamen Angriff der USA und Israels begann, hat die langjährige Isolation der iranischen Gemeinschaft zum Schutz der Artenvielfalt verstärkt, wie John Cannon von Mongabay berichtet. Obwohl der aktuelle Krieg die Forschung direkt beeinträchtigt und Bildungseinrichtungen, Naturschutzgebiete und Forschungseinrichtungen beschädigt hat, betonen Naturschützer und Forscher, dass Jahrzehnte internationaler Sanktionen und politischer Isolation die Naturschutzbemühungen im Iran bereits vor Beginn der Bombardierungen in diesem Jahr gelähmt hatten.
"Die Natur des Iran, die iranischen Naturschützer und die iranischen Forscher sind schon seit langem isoliert", sagte Iman Ebrahimi, stellvertretender Leiter der in Isfahan ansässigen Vogelschutzgesellschaft AvayeBoom, gegenüber Mongabay. "Der Krieg hat diese Isolation nur sichtbarer gemacht, aber nicht erschaffen".
Warum es wichtig ist: Die Folgen der wissenschaftlichen Isolation
Diese Isolation hat den Zugang zu globaler Finanzierung, professioneller Zusammenarbeit und grundlegenden Forschungsinstrumenten wie verlässlicher Internetverbindung, akademischen Zeitschriften und robusten Bankkanälen eingeschränkt. AvayeBoom überwacht weiterhin die Auswirkungen des Konflikts auf kritische Lebensräume. Während einer kurzen Waffenruhe im April dokumentierte das Team mindestens 5.000 Rosaflamingos (Phoenicopterus roseus) am Salzsee Lago Maharloo, der zu diesem Zeitpunkt voller Wasser war.
Ebrahimi sagte, dass Industrien und landwirtschaftliche Aktivitäten möglicherweise weniger Wasser aus dem See entnehmen. Die gemeinnützige Organisation arbeitet auch mit lokalen Gemeinden um das Sumpfgebiet von Arjan herum, um Vogelarten wie den Rotschnabelente (Tadorna ferruginea) zu schützen. Das Sumpfgebiet ist Teil des von der UNESCO gelisteten Biosphärenreservats Arjan und Parishan im Südwesten des Iran, das Tausende von Arten beheimatet, aber auch ein Ziel für illegale Vogeljagd ist.
Der Mechanismus hinter der wissenschaftlichen Isolation: Sanktionen und Folgen
Die internationalen Sanktionen gegen den Iran haben einen erheblichen Einfluss auf die wissenschaftliche Gemeinschaft des Landes. Der Mangel an Zugang zu finanziellen Ressourcen, Technologie und internationaler Zusammenarbeit begrenzt die Fähigkeit der iranischen Wissenschaftler, Forschung zu betreiben und zur globalen Gemeinschaft beizutragen. Darüber hinaus haben politische Instabilität und mangelnde Investitionen in Bildung und Forschung ein herausforderndes Umfeld für die iranischen Wissenschaftler geschaffen.
Größerer Kontext: Die Situation des Artenschutzes im Iran
Die Situation des Artenschutzes im Iran ist komplex und vielschichtig. Das Land ist Heimat einer großen Vielfalt an Arten, einschließlich vieler bedrohter oder vom Aussterben bedrohter Arten. Allerdings hat der Mangel an Finanzierung, Infrastruktur und technischer Kapazität die Fähigkeit des Iran, seine Artenvielfalt effektiv zu schützen, begrenzt. Der Krieg und die internationalen Sanktionen verschärfen diese Herausforderungen nur.
Was kommt als Nächstes: Auswirkungen und offene Fragen
Während der Krieg weitergeht, wird die wissenschaftliche Isolation des Iran wahrscheinlich noch deutlicher werden. Dies kann schwerwiegende Folgen für den Artenschutz im Land und die globale wissenschaftliche Gemeinschaft haben. Es ist von entscheidender Bedeutung, dass die internationale Gemeinschaft zusammenarbeitet, um Lösungen für diese Herausforderungen zu finden und die iranischen Wissenschaftler in ihren Bemühungen um den Schutz der Artenvielfalt des Landes zu unterstützen.
Quelle / Referenz
Dieser Artikel wurde ursprünglich auf Mongabay veröffentlicht.