Die Entdeckung des Lirapex Felix
Bei seiner letzten Aktualisierung der Roten Liste gefährdeter Arten hat die Internationale Union für die Erhaltung der Natur (IUCN) den Tiefseebergbau als größte Bedrohung für eine kritisch gefährdete Tiefsee-Schneckenart identifiziert. Entdeckt im Jahr 2021, benannten die Wissenschaftler den Mollusken Lirapex felix – die glückliche Tiefsee-Schnecke – wegen des Glücks, das sie hatten, die etwa 2,5 Millimeter (0,1 Zoll) lange Schnecke zu finden.
Bisher wurden nur zwei Exemplare in einem 2.000 Kilometer (1.242 Meilen) südlich von Madagaskar gelegenen Bereich, im Longqi-Ventilationsfeld, auf dem südwestlichen Indischen Ozeanrücken, registriert. „Glücklicherweise gaben uns diese beiden Exemplare genug Informationen über ihre Morphologie und DNA, um sie umfassend zu beschreiben und ihnen einen Namen zu geben“, sagte Chong Chen, der Wissenschaftler, der die Art zuerst beschrieb, in einer E-Mail an Mongabay. „Das bedeutet wahrscheinlich, dass diese Art natürlicherweise selten ist und daher besonders anfällig für anthropogene Auswirkungen wie den Tiefseebergbau ist“.
Warum es wichtig ist
Die Art wurde in einem Bereich gefunden, der sich mit einer 15-jährigen Explorationslizenz für die Gewinnung von polymetallischen Sulfidmineralien überschneidet. Die Lizenz wurde von der Internationalen Meeresbodenbehörde an China vergeben und läuft in diesem Jahr aus. Wenn der Bergbau in der Explorationsphase fortgesetzt wird, können Sedimentfahnen die Ventilationsgemeinschaften ersticken und töten, sagte Chen. Obwohl wenig über den Lirapex felix bekannt ist, wurde er als kritisch gefährdet eingestuft.
Indem die IUCN die höchste Risikokategorie zuweist, verfolgt sie einen vorsichtigen Ansatz und empfiehlt weitere Forschungen zu den Auswirkungen des Bergbaus. Sie fordert auch Umfragen, um zu sehen, ob die Art in anderen Ventilationsbereichen entlang der...
Der wissenschaftliche Mechanismus hinter dem Tiefseebergbau
Der Tiefseebergbau ist ein Prozess, der die Gewinnung von Mineralien vom Meeresboden beinhaltet. Dies kann durch verschiedene Methoden erfolgen, einschließlich der Sedimentdragage und der Gewinnung von Mineralien aus hydrothermalen Lagerstätten. Allerdings kann dieser Prozess erhebliche Auswirkungen auf die Meeresumwelt haben, einschließlich der Zerstörung von Lebensräumen und der Freisetzung von Schadstoffen.
Die Tiefsee-Ökosysteme sind besonders anfällig für die Auswirkungen des Bergbaus, da sie oft durch einzigartige und fragile Organismengemeinschaften gekennzeichnet sind, die von bestimmten Bedingungen abhängig sind, um zu überleben. Die Zerstörung dieser Lebensräume kann langfristige Folgen für die Meeresbiodiversität und die Gesundheit der Ökosysteme haben.
Größerer Kontext
Der Tiefseebergbau ist kein neues Phänomen, aber er hat in den letzten Jahren aufgrund der steigenden Nachfrage nach Mineralien und Metallen an Aufmerksamkeit gewonnen. Die Erforschung von natürlichen Ressourcen auf dem Meeresboden wird durch das Seerechtsübereinkommen der Vereinten Nationen (UNCLOS) geregelt, das Regeln für die Erforschung und Erhaltung der Meeresressourcen festlegt.
Allerdings ist die Umsetzung dieser Regeln oft herausfordernd, und der Mangel an wirksamer Regulierung kann zu erheblichen Umweltauswirkungen führen. Die IUCN und andere Organisationen haben vor den Risiken des Tiefseebergbaus gewarnt und eine vorsichtigere und evidenzbasierte Herangehensweise an die Verwaltung dieser Ressourcen befürwortet.
Was als Nächstes passiert
Die Einstufung des Lirapex felix als kritisch gefährdet ist ein dringender Hinweis auf die Notwendigkeit, die Tiefsee-Ökosysteme und die Organismen, die sie bewohnen, zu schützen. Die IUCN und andere Organisationen arbeiten daran, das Bewusstsein für die Auswirkungen des Tiefseebergbaus zu erhöhen und die Annahme nachhaltigerer Praktiken zu fördern.
Allerdings gibt es noch viel zu tun, um diese verletzlichen Ökosysteme zu schützen. Die internationale Gemeinschaft muss zusammenarbeiten, um wirksame Regulierungen für den Tiefseebergbau zu entwickeln und umzusetzen und sicherzustellen, dass die Erforschung von natürlichen Ressourcen auf verantwortungsvolle und nachhaltige Weise erfolgt.
Schlussfolgerung
Der Tiefseebergbau ist eine erhebliche Bedrohung für die Meeresökosysteme und die Organismen, die sie bewohnen. Die Einstufung des Lirapex felix als kritisch gefährdet ist ein dringender Hinweis auf die Notwendigkeit, diese verletzlichen Ökosysteme zu schützen. Es ist von entscheidender Bedeutung, dass die internationale Gemeinschaft zusammenarbeitet, um wirksame Regulierungen für den Tiefseebergbau zu entwickeln und umzusetzen und sicherzustellen, dass die Erforschung von natürlichen Ressourcen auf verantwortungsvolle und nachhaltige Weise erfolgt.
Quelle / Referenz
Quellenname: Mongabay