Die Beziehung der Menschen zur Natur: Ein Interview mit dem Etnobotaniker Pavel Partha
Kürzlich hatten wir die Gelegenheit, mit dem Etnobotaniker Pavel Partha zu sprechen, der sich fast zwei Jahrzehnte lang dem Studium der Pflanzenvielfalt in Bangladesch gewidmet hat, neben dem Wissen der indigenen und lokalen Gemeinschaften. Partha ist ein leidenschaftlicher Forscher, der sich nicht nur auf das Studium der Pflanzen beschränkt, sondern auch ein unermüdlicher Vertreter der Rechte der indigenen Gemeinschaften und der Systeme, auf die sie angewiesen sind.
Was passierte - Die Geschichte von Pavel Partha
Pavel Partha und ich trafen uns zum ersten Mal vor fast zwei Jahren bei einem Protest gegen die Zerstörung des Panthakunja-Parks in Dhaka, der Hauptstadt von Bangladesch. Zu diesem Zeitpunkt fiel mir seine Hingabe an die detaillierte Dokumentation der Pflanzen, Vögel und Arten auf, die von der Baumrodung betroffen waren. Als ich ihn fragte, warum diese Dokumentation für einen Protest notwendig sei, antwortete er, dass die Pflanzen, Bäume und Arten, die das Ökosystem ausmachen, auch Anerkennung und Gerechtigkeit verdienen.
Warum es wichtig ist - Die ökologische Gerechtigkeit
Partha betont die Bedeutung der ökologischen Gerechtigkeit und unterstreicht, dass die indigenen und lokalen Gemeinschaften ein tiefes Wissen über die Natur und wie man mit ihr auf nachhaltige Weise interagiert, haben. Er glaubt, dass die Wissenschaft diese Gemeinschaften im Kampf gegen die Umweltzerstörung unterstützen kann, indem sie ihr traditionelles Wissen dokumentiert und schätzt.
Der Mechanismus/Wissenschaft dahinter - Etnobotanik
Die Etnobotanik ist das Studium der Beziehungen zwischen den Menschen und den Pflanzen. Partha erklärt, dass diese Forschungsrichtung grundlegend ist, um zu verstehen, wie die indigenen und lokalen Gemeinschaften Pflanzen für Medizin, Nahrung und andere Bedürfnisse nutzen und wie dieses Wissen zur Förderung des Artenschutzes eingesetzt werden kann.
Größerer Kontext - Der Kampf für den Artenschutz
Der Kampf für den Artenschutz ist eine globale Herausforderung. In Bangladesch sind die Zerstörung natürlicher Lebensräume und der Verlust der Artenvielfalt ernste Probleme. Partha betont die Bedeutung des Schutzes der Rechte der indigenen und lokalen Gemeinschaften, um sicherzustellen, dass sie in Harmonie mit der Natur leben und ihr traditionelles Wissen für den Artenschutz nutzen können.
Was als nächstes passiert - Herausforderungen und Chancen
Partha betont, dass die Arbeit der Dokumentation und Bewertung des traditionellen Wissens der indigenen und lokalen Gemeinschaften kontinuierlich ist. Er glaubt, dass die Zusammenarbeit zwischen Wissenschaftlern, Aktivisten und lokalen Gemeinschaften grundlegend ist, um die ökologische Gerechtigkeit zu fördern und die Artenvielfalt zu schützen. Darüber hinaus betont er die Bedeutung der Unterstützung der indigenen und lokalen Gemeinschaften im Kampf gegen die Umweltzerstörung, um sicherzustellen, dass sie eine Stimme haben und in Entscheidungsprozessen gehört werden.
Zusammenfassung - Die Bedeutung der ökologischen Gerechtigkeit
Das Interview mit Pavel Partha erinnert uns an die Bedeutung der ökologischen Gerechtigkeit und die Notwendigkeit, die Rechte der indigenen und lokalen Gemeinschaften zu schützen. Die Etnobotanik ist ein mächtiges Werkzeug, um den Artenschutz zu fördern und sicherzustellen, dass die indigenen und lokalen Gemeinschaften in Harmonie mit der Natur leben können.
Quelle / Referenz
Dieser Artikel wurde ursprünglich auf Mongabay veröffentlicht.