Einführung
Der Yellowstone-Nationalpark wird oft als eine Geschichte der Erholung erzählt. Wölfe kehrten zurück und dann änderten die Elche ihr Verhalten. Weiden und Espen erholten sich und die Flüsse, so wird gesagt, änderten ihren Lauf. Die Wiedereinführung von Wölfen im Jahr 1995 ist eine der bekanntesten ökologischen Erzählungen der Welt.
Das Ökosystem von Yellowstone wartete jedoch nicht in einem stabilen Zustand auf die Rückkehr der Wölfe, da es bereits seit Jahrhunderten umgestaltet worden war. Die Biber sanken nach der weit verbreiteten Jagd, was die Vegetation und die Hydrologie veränderte. Grizzli-Bären wurden in der gesamten Region stark verfolgt, was einen weiteren wichtigen Verbinder zwischen aquatischen und terrestrischen Systemen reduzierte.
Die Einführung nicht einheimischer Arten
Büffel wurden im späten 19. Jahrhundert fast ausgerottet und später unter Schutz wieder aufgebaut. Große Raubtiere wurden zu Beginn des 20. Jahrhunderts entfernt und die Elch-Populationen expandierten in ihrer Abwesenheit. Jede dieser Veränderungen änderte die Art und Weise, wie Nährstoffe bewegt wurden und wie Wasser, Pflanzen und Tiere interagierten.
Die Wiedereinführung von Wölfen erfolgte nicht in Isolation; sie trat in ein bereits in Bewegung befindliches System ein. Gleichzeitig geschah etwas anderes. Es betraf keinen sichtbaren Raubtier und geschah nicht in den Tälern oder entlang der Flüsse. Es eignete sich nicht für die Fotografie oder das Dokumentarfilm. Es geschah unter der Oberfläche des Yellowstone-Sees.
Die Auswirkungen des nicht einheimischen Seetrouts
Für viele Menschen ist die Vorstellung, dass ein nicht einheimischer Raubtier ein Ökosystem umgestaltet, nicht abstrakt. Die birmanische Schlange in den Everglades von Florida bietet ein deutliches Beispiel, bei dem ein eingeführter Raubtier die Beutepopulationen reduziert und die Art und Weise, wie Energie durch das Ökosystem fließt, ändert.
Ähnlich verhält es sich mit dem nicht einheimischen Seetrout im Yellowstone-See. Die Einführung des Seetrouts veränderte die aquatische Nahrungskette, reduzierte die Populationen einheimischer Fische und änderte die Art und Weise, wie Nährstoffe durch das Ökosystem fließen.
Schlussfolgerung
Zusammenfassend ist die Geschichte von Yellowstone komplexer als eine einfache Erzählung der Erholung. Die Einführung nicht einheimischer Arten, wie dem Seetrout, hat einen tiefgreifenden Einfluss auf die Ökosysteme der Region. Es ist wichtig, diese Faktoren zu berücksichtigen, wenn man die Ökosysteme von Yellowstone managt und schützt.
Quelle / Referenz: Mongabay