Einführung
Ein ungeschütztes Gebiet im peruanischen Amazonas, in dem indigene Völker in freiwilliger Isolation leben, liegt in einer wachsenden Fläche von Forstkoncessionen, illegalen Straßen, illegalen Holzfällern und Drogenhändlern, laut Karten und vertraulichen Berichten, die von Mongabay gesehen wurden. Indigene Führer und nationale Organisationen nennen das Gebiet Kakataibo Extremo Norte oder Kakataibo Nord-Extrem.
Bedenken für das Gebiet
Julio Cusurichi, ein Führer der Shipibo-Conibo und politischer Koordinator des PIACI-Programms (Indigene Völker in Isolation und Erstkontakt) von AIDESEP, der nationalen Organisation für indigene Rechte in Peru, sagte gegenüber Mongabay, dass die Wälder und die isolierten Menschen in diesem Gebiet ernsthafte Bedrohungen erfahren. "Es gibt Holzfäller dort, es gibt illegale Aktivitäten", sagte er in einem Interview. "Es ist eine sehr besorgniserregende Angelegenheit. Die Tatsache, dass diese illegalen Aktivitäten mit Straßen in Verbindung gebracht werden, ist besonders besorgniserregend".
Anträge auf Anerkennung
Indigene Führer und Organisationen haben seit 2021 die formale Anerkennung von Kakataibo Extremo Norte durch den peruanischen Staat beantragt. Im Jahr 2023 jedoch lehnte das Ministerium für Kultur den Antrag ab, laut einem vertraulichen technischen Bericht, den Mongabay gesehen hat, weil es sich um die isolierten Kakataibo-Völker handelt. Der Bericht sagte, dass die Kakataibo-Völker bereits vom peruanischen Staat anerkannt seien und daher Maßnahmen und Mechanismen für den Schutz ihrer Rechte bereits etabliert seien.
Indigenreservat
Kakataibo Extremo Norte liegt über dem indigenen Reservat Kakataibo Nord und Süd (RIKNS), das 2021 eingerichtet wurde, um Gruppen von Kakataibo-Völkern zu schützen, die in freiwilliger Isolation leben. Dieses Reservat umfasst 148.997 Hektar (368.180 Acres) — eine Fläche von etwa zweimal der Größe der Stadt New York —, die sich über die Departements von Loreto erstreckt.
Schlussfolgerung
Die Situation von Kakataibo Extremo Norte ist ein klares Beispiel für die Bedrohungen, denen indigene Völker in freiwilliger Isolation in der Amazonas-Region ausgesetzt sind. Der Mangel an Schutz und Anerkennung dieser Gebiete kann zu katastrophalen Folgen für die indigenen Völker und die Umwelt führen.
Quelle / Referenz
Dieser Artikel wurde ursprünglich auf Mongabay veröffentlicht