Einführung
Brasilien hat die Ausgaben für Waldbrände erhöht und eine Rekordzahl von Bundesfeuerwehrleuten eingestellt, um auf die extreme Dürre in der Amazonas-Region vorzubereiten, die durch das möglicherweise stärkste El-Niño-Ereignis in über einem Jahrhundert verursacht wird.
Das El-Niño-Klimamuster, das durch ungewöhnlich warme Gewässer im tropischen Pazifik entsteht, bringt typischerweise heißere und trockenere Bedingungen in weiten Teilen der Amazonas-Region. Dies erhöht das Risiko von schwerer Dürre und großen Waldbränden.
Vorbereitungen der Brasilianischen Regierung
Da für dieses Jahr ein 'starkes' bis 'sehr starkes' El-Niño vorhergesagt wird, werden die Auswirkungen auf den größten Regenwald der Welt auch extremer sein. „Ich bin nicht ruhig. Ich bin sehr wachsam“, sagte João Paulo Sotero, Leiter der Abteilung für Entwaldung und Feuerpolitik im brasilianischen Umweltministerium, in einem Video-Interview.
„Wir sind viel besser vorbereitet [jetzt] als wir es in den Jahren 2024 und 2025 waren … wir sind auf das schlimmste Szenario vorbereitet“. Sotero sagte, dass Brasilien die Finanzierung für die Brandbekämpfung im Jahr 2026 auf 1,023 Milliarden Real ($197 Millionen) erhöht hat, was einem Anstieg von 28% im Vergleich zu 2025 oder 24% nach Anpassung an die Inflation entspricht, nachdem der pro-Entwaldung-Präsident Jair Bolsonaro Ende 2022 aus dem Amt geschieden war.
Das Budget ist jetzt fünfmal so groß wie im Jahr 2019. Das Umweltministerium hat auch 4.410 weitere Bundesfeuerwehrleute für die Brandbekämpfungssaison 2026 eingestellt. Im Jahr 2024 wurden 3.224 Feuerwehrleute eingestellt, während im Jahr 2025 4.358 Feuerwehrleute eingestellt wurden.
Herausforderungen und Perspektiven
Laut Sotero hat sein Team Orte mit hohem Risiko in der Amazonas-Region identifiziert, um Anstrengungen zu konzentrieren, einschließlich einer neuen Entwaldungs-Grenze. Diese Anstrengungen zielen darauf ab, die Auswirkungen des El-Niño zu mildern und die Artenvielfalt der Region zu schützen.
Darüber hinaus hat die brasilianische Regierung daran gearbeitet, die Politik zur Verhütung und Bekämpfung von Bränden zu stärken, einschließlich der Schaffung von Spezialeinheiten zur Brandbekämpfung und der Implementierung von Brandüberwachungstechnologien.
Schlussfolgerung
Die Erhöhung des Budgets und der Anzahl der Bundesfeuerwehrleute ist ein wichtiger Schritt für Brasilien bei der Vorbereitung auf die Herausforderungen, die durch das El-Niño verursacht werden. Es ist jedoch von entscheidender Bedeutung, dass diese Anstrengungen von langfristigen Politiken zur Schutz der Amazonas-Region und zur Milderung der Auswirkungen des Klimawandels begleitet werden.
Quelle / Referenz: Mongabay