Einführung
Im Hafen von Thoppumpady in Kochi, Indien, stehen die Fischer vor einem wachsenden Problem: dem 'Ghost Gear', oder dem verlorenen oder im Meer zurückgelassenen Fischereigerät. Dieses Problem betrifft nicht nur die lokale Fischereiindustrie, sondern hat auch bedeutende Auswirkungen auf die Meeresumwelt.
Das Problem des 'Ghost Gear'
Die indischen Fischer verlieren, verlassen oder entsorgen etwa 21% ihrer Fischereigeräte jährlich, laut einer Studie von 2022 im Bundesstaat Kerala, in dem Kochi liegt. Dies ist mehr als 10-mal so hoch wie der globale Durchschnitt von 1,82%, was die Größe des Materials unterstreicht, das in die indische Meeresumwelt gelangt.
Die verlorenen oder im Meer zurückgelassenen Fischereinetze fangen weiterhin Fische, Schildkröten und andere Meereslebewesen, auch nachdem die Fischer sie verlassen haben. Darüber hinaus können diese Netze auch zu einer Quelle der Meeresverschmutzung werden und die Artenvielfalt und die Gesundheit des Ozeans schädigen.
Die Fischereiindustrie Indiens
Indien betreibt einen der größten Meeresfischereisektoren der Welt und unterstützt etwa 14,5 Millionen Lebensgrundlagen entlang von mehr als 7.500 Kilometern Küste. Trotz ihrer wirtschaftlichen Bedeutung mangelt es der indischen Fischereiindustrie jedoch an einem systematischen Ansatz, um verlorenes Fischereigerät zu verfolgen, zurückzugewinnen oder zu recyceln.
Herausforderungen und Lösungen
Die wichtigsten Herausforderungen, um das Problem des 'Ghost Gear' in Indien zu lösen, umfassen den Mangel an zugänglichen Mechanismen, um Fischereigeräte am Ende ihrer Lebensdauer zu sammeln und sicher zu entsorgen, sowie die Notwendigkeit effektiverer Vorschriften, um den Verlust und die Zurücklassung von Fischereigeräten zu verhindern.
Um diese Herausforderungen anzugehen, müssen Strategien entwickelt werden, um den Verlust von Fischereigeräten zu reduzieren, die Wiederverwendung und das Recycling von Materialien zu erhöhen und nachhaltige Fischereipraktiken zu fördern. Darüber hinaus ist es wichtig, die Zusammenarbeit zwischen den Fischern, den Regierungsbehörden und den Umweltorganisationen zu stärken, um die Meeresumwelt zu schützen und die Nachhaltigkeit der Fischereiindustrie zu gewährleisten.
Schlussfolgerung
Das Problem des 'Ghost Gear' in Indien ist eine komplexe Herausforderung, die eine mehrschichtige Herangehensweise erfordert. Es ist von entscheidender Bedeutung, dass die Fischer, die Regierungsbehörden und die Umweltorganisationen zusammenarbeiten, um effektive Lösungen zu entwickeln, um den Verlust von Fischereigeräten zu reduzieren und nachhaltige Fischereipraktiken zu fördern.
Quelle / Referenz: Mongabay