Einführung
Eine kürzlich von InfoAmazonia durchgeführte Untersuchung hat Verdacht auf Goldwäsche in kleinen Bergbaubetrieben in der Tapajós-Region aufgedeckt, die Teile der Bundesstaaten Mato Grosso und Pará umfasst. Das Ergebnis ist alarmierend: Fast die Hälfte der von der Nationalen Bergbaubehörde (ANM) in der Region genehmigten Bergbaubetriebe könnte als Fassade für die Wäsche von illegal abgebautem Gold in geschützten Gebieten und indigenen Ländereien dienen.
Das Problem des Illegalen Bergbaus
Zwischen 2022 und 2026 haben 263 von 540 in der Tapajós-Region genehmigten Bergbaubetrieben Goldverkäufe gemeldet, die nicht mit ihrer tatsächlichen Tätigkeit übereinstimmen, so die Untersuchung. Dies deutet darauf hin, dass diese Bergbaubetriebe in illegale Aktivitäten verwickelt sein könnten, wie dem Abbau von Gold in geschützten Gebieten oder indigenen Ländereien, und dann legale Genehmigungen nutzen, um die Herkunft des Goldes zu verbergen und es auf den formalen Markt zu bringen.
Satellitenbilder und Bergbautätigkeit
Satellitenbilder, die von InfoAmazonia analysiert wurden, zeigen, dass der größte Teil des Bergbaus außerhalb der genehmigten Gebiete stattfindet, einschließlich in Territorien, in denen die Tätigkeit verboten oder eingeschränkt ist. Etwa 70% der detektierten Bergbautätigkeit erscheint in einem Umkreis von bis zu 10 Kilometern um die genehmigten Standorte. Dieses Muster stärkt den Verdacht, dass legale Genehmigungen zur Verbergung der Herkunft von illegalem Gold genutzt werden.
Quecksilbervergiftung und Umweltauswirkungen
Die Ergebnisse der Untersuchung stehen auch im Zusammenhang mit Berichten über Quecksilbervergiftungen in der Tapajós-Region, in der indigene und flussnahe Gemeinschaften auf die Flüsse angewiesen sind, um Wasser, Nahrung und Transport zu erhalten. Obwohl der Einsatz von Quecksilber in Brasilien verboten ist, bleibt die Substanz sowohl im illegalen Bergbau als auch in Teilen der genehmigten Betriebe weit verbreitet, was ein ernstes Risiko für die menschliche Gesundheit und die Umwelt darstellt.
Verzerrungen bei der Verwendung von Kleinbergbaugenehmigungen (PLGs)
Die Untersuchung weist auf Verzerrungen bei der Verwendung von Kleinbergbaugenehmigungen (PLGs) hin, die zur Erleichterung des kleinen Bergbaus und des Bergbaus mit geringem Umweltauswirkungen geschaffen wurden. Allerdings werden diese Genehmigungen von größeren Betrieben genutzt, die mit schwerem Gerät, Baggerschiffen und illegalem Einsatz von Quecksilber arbeiten — Merkmale, die eher dem industriellen Bergbau entsprechen und den ursprünglichen Zweck der PLGs widersprechen.
Schlussfolgerung
Die Untersuchung von InfoAmazonia bringt ein ernstes und komplexes Problem ans Licht, das nicht nur die Goldwäsche, sondern auch die Umweltverschmutzung und die Auswirkungen auf die lokalen Gemeinschaften umfasst. Es ist von entscheidender Bedeutung, dass die zuständigen Behörden wirksame Maßnahmen ergreifen, um diese illegalen Praktiken zu bekämpfen und sicherzustellen, dass Bergbaubetriebe auf verantwortungsvolle und nachhaltige Weise durchgeführt werden.
Quelle / Referenz
Dieser Artikel wurde ursprünglich auf Mongabay veröffentlicht.