Einführung
Die Klimakrise ist keine zukünftige Umweltbedrohung mehr, sondern eine Realität, die bereits die körperliche und psychische Gesundheit historisch benachteiligter Gruppen wie Indigene und Quilombolas beeinträchtigt. Extremereignisse wie lang anhaltende Dürren, Brände, Hitzewellen und Überschwemmungen haben Angstzustände, psychisches Leid, Depressionen und Zwangsumsiedlungen verschlimmert.
Die Herausforderung der psychischen Gesundheit
Dennoch bleibt die psychische Gesundheit in den globalen Klimaanpassungspolitiken praktisch unsichtbar. Deshalb fordert die Weltgesundheitsorganisation (WHO) seit 2022, dass die psychische Gesundheit in die nationalen Reaktionen auf den Klimawandel einbezogen werden sollte.
„Wenn der Wald brennt, gibt es keine Heilung mehr“, sagt der Indigene Alain Kumaruara. „Der Schamanen verbindet uns mit den Geistern, die psychische, spirituelle und körperliche Heilung bringen“, sagt er der Zeitung Folha. In den Quilombola-Gemeinschaften im Pará berichten Führer, dass der Fortschritt der Entwaldung, der Monokultur, der Farmen und der Wasserverschmutzung psychisches Leid, Angst, Furcht und ein Gefühl kollektiven Verlusts verursacht.
Herausforderungen in der psychosozialen Betreuung
Die spezialisierte psychosoziale Betreuung bleibt weit von der Gemeinschaftsrealität entfernt. „Die Menschen gehen vielleicht zu einer ersten Beratung, aber sie setzen sie nicht fort“, berichtet eine Quilombola-Führerin, um die Kosten für die Anreise zum CAPS und die Abwesenheit von ständigen Dienstleistungen im Territorium zu erklären.
Vorschläge zur Verringerung von Lücken
Um Lücken zu verringern, schlägt das Projekt Vertentes Saúde Mental e Clima vor, eine nationale Kartierung der Klima- und Gesundheitspolitiken durchzuführen, um diese Lücken und mögliche Chancen für politische Einflussnahme zu identifizieren, um eine Strategie zu entwickeln und konkrete Lobby-Aktionen auf der Grundlage von Beweisen zu artikulieren.
Schlussfolgerung
Das Ziel ist es, die öffentlichen Gesundheitssysteme in den am stärksten benachteiligten Gebieten zu stärken, die Strategien zur Förderung und Prävention im Hinblick auf Extremereignisse zu erweitern und das traditionelle Wissen als fundamentalen Teil der Klimareaktionen anzuerkennen.
Referenzen
Quelle / Referenz: https://climainfo.org.br/2026/06/29/o-impacto-da-crise-climatica-na-saude-mental-de-indigenas-e-quilombolas/