Einführung
Die westafrikanische Inselnation São Tomé und Príncipe hat einen bedeutenden Schritt in Richtung Meereskonservierung unternommen, indem sie offiziell ihre ersten beiden Meeresschutzgebiete ausgewiesen hat. Dies geschieht weniger als ein Jahr nachdem das Land Pläne zur Errichtung eines nationalen Netzes von acht Meeresschutzgebieten (MPAs) vorgestellt hat, die 93 Quadratkilometer im Golf von Guinea abdecken.
Meeresschutzgebiete
Die beiden ersten MPAs umfassen Ilhéu das Rolas–Malanza–Jalé, das sich an der Südküste der Insel São Tomé befindet, und Santana, das sich an der Ostküste der Insel befindet. Der Minister für Landwirtschaft, Fischerei und ländliche Entwicklung, Nilton de Sousa Pontes, kündigte die offizielle Ausweisung während der Our Ocean Conference in Mombasa, Kenia, an.
Laut João Pessoa, dem Direktor für Fischerei des Landes, „umfassen diese Gebiete kritische Küsten- und Meereslebensräume, wie Mangrovenwälder, Brutstrände, Felsriffe und wichtige Fischgründe, und unterstützen emblematische und bedrohte Arten, einschließlich Meeresschildkröten, Seevögeln und anderer Meeresbiodiversität“.
Details der Schutzgebiete
Das Gebiet von Santana umfasst 7,4 km² Küstengewässer, von denen 1 km² eine vollständig geschützte Zone ist, in der die industrielle Fischerei und die Sammlung anderer Meeresressourcen verboten sind. Der Rest ist für den autorisierten Gebrauch durch handwerkliche Fischer, die legale Ausrüstung verwenden, wissenschaftliche Forschung und andere Aktivitäten mit geringem Einfluss reserviert.
Ilhéu das Rolas-Malanza-Jalé umfasst 55,8 km², mit 8 km² unter vollständigem Schutz vor jeder extraktiven oder destruktiven Tätigkeit. Die verbleibenden sechs MPAs werden um die Insel Príncipe herum liegen, sind vom Ministerrat genehmigt worden und warten auf die Verkündung durch den Präsidenten, bevor sie im Amtsblatt veröffentlicht werden.
Schlussfolgerung
Diese Initiative von São Tomé und Príncipe ist ein wichtiger Schritt in der Erhaltung der Meeresökosysteme und dem Schutz der Biodiversität. Die Errichtung von Meeresschutzgebieten hilft nicht nur, die reiche Meeresbiodiversität des Landes zu erhalten, sondern trägt auch zum nachhaltigen Entwicklung der Küstengemeinden bei.
Quelle / Referenz: Mongabay