Einführung
West- und Mitteleuropa erleben eine der intensivsten Hitzewellen der letzten Jahre, mit Temperaturrekorden, die in mehreren Ländern aufgestellt werden. Das Vereinigte Königreich und die Schweiz waren zwei der am stärksten betroffenen Länder, mit neuen Temperaturrekorden für den Monat Juni.
Die Hitzewelle
Die Hitzewelle begann am 20. Juni und hat seitdem Hunderte von Todesfällen verursacht, den Stromversorgung unterbrochen, Veranstaltungen abgesagt und zur Schließung von Schulen und Touristenattraktionen geführt. Laut der Met Office verzeichnete die Schweiz am Donnerstag (25.6.) 38°C an der Grenze zu Deutschland und Frankreich, während England 36,7°C verzeichnete, den heißesten Tag, der jemals im Juni im Vereinigten Königreich aufgezeichnet wurde.
Ursachen und Auswirkungen
Die Hitzewelle wird durch den “Omega-Block” angetrieben, der die Temperaturen um bis zu 18°C über dem Normalwert anhebt. Im Laufe der Woche wurden in mehreren Ländern, einschließlich den Niederlanden, rote Hitzewarnungen ausgestellt. Die Bevölkerung wird dazu geraten, alles in ihrer Macht Stehende zu tun, um ihre Routinen an diese Temperaturen anzupassen, die bislang im Vereinigten Königreich extrem selten waren.
Folgen
In ganz Europa wurden Touristenattraktionen geschlossen, darunter die Pride-Parade in Paris, die auf September verschoben wurde. In Frankreich stieg die Zahl der durch Ertrinken ums Leben gekommenen Menschen auf 55, und die Behörden befürchten, dass die Zahl noch weiter ansteigen könnte.
Soziale Auswirkungen
Die Hitze schmolz den Asphalt auf den Straßen in Deutschland und verformte die Eisenbahnschienen in Schweden. Im Vereinigten Königreich beeinträchtigten die hohen Temperaturen die Ausrüstung der Krankenhäuser, wie z.B. die MRT-Geräte. Schulen schlossen, gefährdete Menschen starben, die Wirtschaft litt unter der Hitze: so manifestiert sich die Klimakrise in der Praxis.
Schluss
Klimaanlagen, die in geschlossenen Umgebungen einige Erleichterung verschaffen könnten, sind in Europa noch relativ selten. Laut den Daten von Juli 2025 der Internationalen Energieagentur (IEA) verfügen nur 20% der europäischen Haushalte über Klimaanlagen. Aufgrund der aktuellen Hitzewelle haben asiatische Klimaanlagenhersteller einen Boom an Verkäufen in Europa gemeldet.
Source / Reference
Quelle: ClimaInfo