Einführung
Umweltschützer und indigene Rechtsverteidiger bleiben unter den meistangegriffenen Aktivisten der Welt, trotz wegweisender Entscheidungen internationaler Gerichte, die die Verpflichtung der Regierungen betonen, die Umwelt und diejenigen, die sie verteidigen, zu schützen.
Die Aktuelle Situation
Laut einem aktuellen Bericht von Front Line Defenders wurden im vergangenen Jahr mindestens 358 Menschenrechtsverteidiger getötet. Davon waren 84 aufgrund ihrer Umweltschutzarbeit das Ziel, in Ländern wie Brasilien, Kolumbien, Ecuador, Frankreich, Honduras, Guatemala, Mexiko, Indien, Indonesien, Peru, Philippinen, Türkei, Somalia und Palästina.
Darüber hinaus wurden 17% der dokumentierten Morde an indigenen Rechtsverteidigern begangen, die oft in Umweltfragen arbeiten.
Konflikte und Bedrohungen
Umweltschützer stehen oft an der Front von Konflikten über Bergbau, Öl- und Gasförderung, Holzeinschlag und Agroindustrie, was sie besonders anfällig für Repressalien von Regierungen, Unternehmen und anderen legalen und illegalen Akteuren macht.
Ein Beispiel ist der Fall von Efraín Fueres, einem ecuadorianischen Umweltschützer, der im vergangenen Jahr getötet wurde. Fueres hatte an landesweiten Protesten gegen die Welle von pro-extraktiver Industrie und autoritären Maßnahmen der Regierung teilgenommen.
Internationale Anerkennung
Internationale Gerichte haben die Legitimität und Bedeutung der Arbeit von Umweltschützern anerkannt, indem sie betonten, dass eine gesunde Umwelt eine Voraussetzung für alle anderen Menschenrechte ist und dass Regierungen rechtliche Verpflichtungen haben, den Klimawandel anzugehen und Umweltschützer zu schützen.
Darüber hinaus haben über 165 Länder das Recht auf eine saubere, gesunde und nachhaltige Umwelt anerkannt, was eine stärkere rechtliche Grundlage für Gemeinschaften bietet, um Umweltschäden und die Systeme, die sie ermöglichen, in Frage zu stellen.
Schluss
Umweltschützer stehen weiterhin vor erheblichen Herausforderungen in ihrem Kampf um den Schutz der Umwelt und der Menschenrechte. Doch mit der wachsenden internationalen Anerkennung der Bedeutung ihrer Arbeit gibt es Hoffnung auf eine nachhaltigere und gerechtere Zukunft.
Quelle / Referenz
Diese Geschichte wurde ursprünglich von Grist mit dem Titel Environmental defenders remain among world’s most targeted activists am 27. Juni 2026 veröffentlicht.