Was passiert ist - Das Versagen der Meeresschutzgebiete
Im Jahr 2022 haben 196 Länder das ehrgeizige Ziel der Naturschutzverpflichtung "30×30" vereinbart: 30% der Küsten- und Meeresgebiete der Erde bis 2030 für den Naturschutz zu reservieren, als Teil des globalen Biodiversitätsrahmens von Kunming-Montreal. Allerdings ist erst etwa 10% des Ozeans von Schutzgebieten abgedeckt, wenn 2030 nur halb erreicht ist, und viele Länder sind weit von der Erreichung dieses Biodiversitätsziels bis zum Ende des Jahrzehnts entfernt.
Sogar innerhalb dieser bestehenden Reserven zeigt eine neue Forschung erhebliche Lücken für eine der am stärksten gefährdeten Meeresgruppen: Haie und Rochen. Eine im Juli in Conservation Letters veröffentlichte Studie fand heraus, dass die Mehrheit der Haai- und Rochenarten weniger als 10% ihrer Verbreitungsgebiete von irgendeinem Meeresschutzgebiet (MSG) abgedeckt hat, mit erheblichen Defiziten für gefährdete und stark gefährdete Arten.
Warum es wichtig ist - Die echten Einsätze
Der Schutz von Haien und Rochen ist für die Gesundheit der Meeresökosysteme von entscheidender Bedeutung. Diese Tiere spielen wichtige Rollen bei der Aufrechterhaltung des Gleichgewichts der Ökosysteme, und ihr Verlust kann kaschierende Folgen für das gesamte Ökosystem haben.
Darüber hinaus kann der Verlust der Meeresbiodiversität erhebliche Auswirkungen auf die Wirtschaft und die Nahrungsmittelsicherheit haben. Die Fischerei und der Tourismus, der mit dem Meeresleben verbunden ist, sind wichtige Einnahmequellen für viele Küstengemeinden, und der Verlust von Meeresarten kann zu erheblichen wirtschaftlichen Verlusten führen.
Der Mechanismus/Wissenschaft dahinter - Die Wissenschaft hinter dem Meeresschutz
Der Meeresschutz ist ein komplexes Feld, das die Kenntnis vieler Faktoren erfordert, einschließlich der Biologie der Meeresarten, der Ökologie der Meeresökosysteme und der menschlichen Belastungen dieser Ökosysteme.
Um messbare Naturschutzziele zu bieten, müssen Meeresschutzgebiete mindestens ein Zehntel des Verbreitungsgebiets einer Art abdecken, wobei eine Abdeckung von 20-40% die Naturschutzziele maximiert. Allerdings erreichen nur wenige Meeresschutzgebiete dieses Maß an Abdeckung.
Größerer Kontext - Wie es sich mit ähnlichen Ereignissen in der Vergangenheit vergleicht
Der Meeresschutz ist kein neues Problem, und es gibt viele Beispiele für erfolgreiche und erfolglose Naturschutzbemühungen in der Vergangenheit.
Ein Beispiel für Erfolg ist die Schaffung des Nationalparks Hawaii, der eine große Korallen- und Meereslebenszone schützt. Allerdings gibt es auch Beispiele für Misserfolge, wie die Zerstörung der Korallenriffe der Great Barrier Reef in Australien aufgrund des Klimawandels und der Verschmutzung.
Was als nächstes passiert - Kurzfristige Auswirkungen und offene Fragen
Es ist klar, dass die aktuellen Meeresschutzgebiete nicht ausreichen, um die Mehrheit der Haie und Rochen zu schützen, und dass ein größeres Engagement erforderlich ist, um das Ziel von "30×30" zu erreichen.
Darüber hinaus ist es wichtig, die Verwaltung und Überwachung der bestehenden Meeresschutzgebiete zu verbessern, um sicherzustellen, dass sie tatsächlich die gefährdeten Meeresarten schützen.
Es ist auch notwendig, das Bewusstsein für die Bedeutung des Meeresschutzes zu erhöhen und die Küstengemeinden und die Regierungen in den Schutz der Meeresökosysteme einzubeziehen.
Schlussfolgerung - Die Zukunft des Meeresschutzes
Der Meeresschutz ist eine komplexe Herausforderung, die die Zusammenarbeit vieler Interessengruppen erfordert, einschließlich Regierungen, Küstengemeinden, Wissenschaftler und Nichtregierungsorganisationen.
Es ist ein kontinuierliches und koordiniertes Engagement erforderlich, um die Meeresökosysteme und die gefährdeten Meeresarten zu schützen und sicherzustellen, dass die Meeresschutzgebiete wirksam bei der Erhaltung der Meeresbiodiversität sind.
Quelle / Referenz
Dieser Artikel wurde ursprünglich auf Mongabay veröffentlicht.