Das Verschwinden der Krebsrisikodaten der EPA
Die EPA (US-Umweltschutzbehörde) hat kürzlich die Krebsrisikodaten aus ihrer neuesten Aktualisierung der Luftverschmutzungsdaten entfernt, wodurch Gemeinden und Organisationen keinen Zugang mehr zu lebenswichtigen Informationen über die öffentliche Gesundheit haben.
Diese Daten, die seit 2002 regelmäßig veröffentlicht wurden, enthalten detaillierte Informationen über die Konzentrationen von Dutzenden giftiger Schadstoffe im ganzen Land, bis hin zum Blockzensus-Level. Die EPA begann, diese Daten 2022 jährlich zu veröffentlichen, aber die Informationen sind typischerweise einige Jahre alt, da sie Zeit benötigen, um die Daten zu kompilieren.
Warum es wichtig ist
Die Auslassung dieser Daten kann schwerwiegende Folgen für die öffentliche Gesundheit haben, insbesondere für Gemeinden, die in der Nähe von industriellen Schadstoffquellen leben. Die Exposition gegenüber Schadstoffen wie Benzol, Formaldehyd und Ethylenoxid kann das Krebsrisiko erhöhen.
Organisationen wie die Union of Concerned Scientists und die Air Alliance Houston verwenden diese Daten, um die Öffentlichkeit zu informieren und die Verschmutzer zur Rechenschaft zu ziehen. Ohne diese Daten können Gemeinden Schwierigkeiten haben, Zugang zu Informationen über die Gesundheitsrisiken in ihren Gebieten zu erhalten.
Die Wissenschaft hinter dem Krebsrisiko
Die EPA verwendet ein Programm namens Air Toxics Screening Assessment, um das Krebsrisiko von Luftschadstoffen zu berechnen. Dieses Programm berücksichtigt die Konzentration von Schadstoffen in der Luft und die Expositionszeit, um das Krebsrisiko zu schätzen.
Die EPA folgt in der Regel Grenzwerten von einem zusätzlichen Krebsfall pro 10.000 Menschen, die über ihr ganzes Leben hinweg exponiert sind. Allerdings hat die Behörde auch gesagt, dass die Exposition gegenüber Krebs idealerweise viel geringer sein sollte, bei einem pro einer Million.
Größerer Kontext
Die Entfernung der Krebsrisikodaten der EPA ist Teil eines größeren Musters der Entfernung von Daten und Umweltinformationen durch die Trump-Regierung. Die Behörde hat fast 2.000 Webseiten und Datensätze über Wissenschaft, Klima und Umweltthemen entfernt oder geändert.
Dazu gehört die Einstellung eines Tools, das es der Öffentlichkeit ermöglichte, ihr Inventar von Anlagen, die mit großen Mengen gefährlicher Substanzen umgehen, nach Postleitzahl zu suchen. Die Behörde hat auch ein Umweltgerechtigkeit-Tool namens EJScreen geschlossen, das das Flaggschiff-Tool der EPA zur Verfolgung von Umweltgefahren in den gesamten USA war.
Was als Nächstes passiert
Die Auslassung der Krebsrisikodaten der EPA kann schwerwiegende Folgen für die öffentliche Gesundheit und die Umweltgerechtigkeit haben. Organisationen und Gemeinden können alternative Wege finden müssen, um auf diese Daten zuzugreifen und die Verschmutzer zur Rechenschaft zu ziehen.
Darüber hinaus kann die Entfernung dieser Daten ein Zeichen für ein größeres Muster der Deregulierung und Umweltvernachlässigung durch die Trump-Regierung sein. Es ist wichtig, dass die Öffentlichkeit und Organisationen die EPA weiterhin unter Druck setzen, um genaue und zugängliche Informationen über die Umweltgesundheit bereitzustellen.
Folgen und Herausforderungen
Die Entfernung der Krebsrisikodaten der EPA kann schwerwiegende Folgen für die öffentliche Gesundheit haben, insbesondere für gefährdete Gemeinden. Darüber hinaus kann der Mangel an Transparenz und Zugang zu Umweltinformationen es erschweren, die Verschmutzer zur Rechenschaft zu ziehen und die Umwelt zu schützen.
Es ist von entscheidender Bedeutung, dass Organisationen und die Öffentlichkeit die EPA weiterhin unter Druck setzen, um genaue und zugängliche Informationen über die Umweltgesundheit bereitzustellen und gemeinsam an der Schutz der öffentlichen Gesundheit und der Umwelt arbeiten.
Quelle / Referenz
Diese Geschichte wurde ursprünglich von Grist mit dem Titel The EPA’s data on cancer risk from air pollution has gone dark am 14. August 2026 veröffentlicht.