Land im Fokus: Was passiert ist
Drei afrikanische Länder, Mauritius, Mosambik und die Republik Kongo, haben sich anderen drei Ländern des Kontinents, Malawi, Kenia und Madagaskar, angeschlossen, um eine vorsorgliche Pause im Tiefseebergbau zu unterstützen, bis die Umwelt-, Sozial- und Wirtschaftsauswirkungen besser verstanden werden. Diese Entscheidung wurde während der jährlichen Sitzung der Internationalen Meeresbodenbehörde (ISA) in Kingston, Jamaika, im Juli bekannt gegeben.
Die Regierung von Mauritius betonte, dass die nachhaltige Entwicklung des Landes von einem gesunden und widerstandsfähigen Ozean abhängt und dass Entscheidungen über den Tiefseebergbau auf den besten verfügbaren wissenschaftlichen Erkenntnissen und einem vorsorglichen Ansatz basieren sollten, wie in der Seerechtskonvention der Vereinten Nationen festgelegt.
Warum es wichtig ist
Der Tiefseebergbau ist eine Aktivität, die erhebliche Auswirkungen auf die Meeresumwelt haben kann, einschließlich der Zerstörung von Lebensräumen und des Verlusts von Artenvielfalt. Darüber hinaus kann die fehlende Regulierung und effektive Governance zu negativen Folgen für die Küstengemeinden und die globale Wirtschaft führen.
Die sechs afrikanischen Länder, die die vorsorgliche Pause unterstützen, sind unter 46 Ländern weltweit, die eine Moratorium oder eine vorsorgliche Pause im Tiefseebergbau fordern. Dies zeigt die wachsende internationale Besorgnis über die Risiken und Unsicherheiten, die mit dieser Aktivität verbunden sind.
Mechanismus und Wissenschaft hinter dem Tiefseebergbau
Der tiefe Meeresboden ist reich an mineralischen Ressourcen, einschließlich polymetallischer Knollen, die Mineralien wie Nickel, Kobalt und Mangan enthalten. Diese Ressourcen sind für Länder und Unternehmen attraktiv, die den Meeresboden erkunden und abbauen möchten.
Der Tiefseebergbau ist jedoch eine komplexe und riskante Aktivität, die ein tiefes Verständnis der Meeresökologie und der möglichen Auswirkungen auf die Artenvielfalt erfordert. Darüber hinaus kann die fehlende Regulierung und effektive Governance zu negativen Folgen für die Umwelt und die menschlichen Gemeinden führen.
Größerer Kontext
Der Tiefseebergbau ist keine neue Aktivität, sondern eine Praxis, die seit Jahrzehnten diskutiert und debattiert wird. Die wachsende Nachfrage nach mineralischen Ressourcen und die Verbesserung der Bergbautechnologien haben die Aktivität jedoch für Länder und Unternehmen attraktiver gemacht.
Die Seerechtskonvention der Vereinten Nationen legt Prinzipien und Richtlinien für die Erforschung und Nutzung der Meeresressourcen fest, einschließlich des Tiefseebergbaus. Die fehlende Regulierung und effektive Governance haben jedoch zu negativen Folgen für die Umwelt und die menschlichen Gemeinden geführt.
Was als Nächstes passiert
Die vorsorgliche Pause im Tiefseebergbau ist ein wichtiger Schritt, um sicherzustellen, dass die Aktivität verantwortungsvoll und nachhaltig durchgeführt wird. Es ist jedoch notwendig, dass Länder und Unternehmen weiterhin zusammenarbeiten, um effektive Regulierungen und Governance für den Tiefseebergbau zu entwickeln.
Es ist auch wichtig, dass Forschung und Studien durchgeführt werden, um die Umwelt-, Sozial- und Wirtschaftsauswirkungen des Tiefseebergbaus besser zu verstehen. Dies wird es Ländern und Unternehmen ermöglichen, informierte und verantwortungsvolle Entscheidungen über die Aktivität zu treffen.
Zusammenfassung und Ausblick
Die vorsorgliche Pause im Tiefseebergbau ist ein wichtiger Schritt, um die Nachhaltigkeit und Verantwortung der Aktivität zu gewährleisten. Es ist jedoch notwendig, dass Länder und Unternehmen weiterhin zusammenarbeiten, um effektive Regulierungen und Governance für den Tiefseebergbau zu entwickeln.
Es ist auch wichtig, dass Forschung und Studien durchgeführt werden, um die Umwelt-, Sozial- und Wirtschaftsauswirkungen des Tiefseebergbaus besser zu verstehen. Dies wird es Ländern und Unternehmen ermöglichen, informierte und verantwortungsvolle Entscheidungen über die Aktivität zu treffen.
Quelle / Referenz
Originalartikel veröffentlicht auf der Website Mongabay.