Einführung
Die Vermittlungsgespräche über das Bergbauprojekt von Belo Sun in der Großen Kurve des Xingu-Flusses, die vom Bundesgericht der 1. Region (TRF1) durchgeführt wurden, führten zu einer vorläufigen Vereinbarung, die Fristen für neue Erklärungen von FUNAI und dem kanadischen Unternehmen festlegt. Mit der Installationslizenz im Mittelpunkt des Streits verhindert die Vereinbarung jede physische Eingriffe in das Projekt für 60 Tage.
Das Bergbauprojekt von Belo Sun
Belo Sun beabsichtigt, in der Region die größte Tagebau-Goldmine des Landes zu errichten, was zu rechtlichen und technischen Fragen im Zusammenhang mit den sozio-ökologischen Auswirkungen geführt hat. Die Region beherbergt bereits das Wasserkraftwerk Belo Monte, das als ökologische „Monstrosität“ gilt.
Vorläufige Vereinbarung und Nächste Schritte
Laut der vom TRF1 getroffenen Entscheidung hat die FUNAI 30 Tage Zeit, um Kriterien vorzulegen und zu bestimmen, welche Gemeinschaften in den Konsultationsprozess einbezogen werden sollen. Anschließend hat Belo Sun 30 Tage Zeit, um das Material zu analysieren und seine Bedingungen vorzulegen. Innerhalb dieser 60 Tage sollen auch zwei Treffen zwischen der FUNAI und Belo Sun stattfinden.
Rechtliche Knoten des Projekts
Einer der wichtigsten rechtlichen Knoten des Projekts ist die Lizenzierung. Die von der Umweltbehörde des Bundesstaates Pará (Semas) erteilte Lizenz wird vom Bundesgericht von der Bundesstaatsanwaltschaft (MPF) und indigenen Führern in Frage gestellt, die argumentieren, dass die Lizenzierung vom IBAMA durchgeführt werden sollte, da das Projekt direkt Bundesflüsse und indigene Ländereien betrifft.
Sozio-ökologische Auswirkungen und Konsultation mit traditionellen Gemeinschaften
Indigene Völker und soziale Organisationen behaupten, dass es Mängel im von Semas durchgeführten Konsultationsprozess mit traditionellen Gemeinschaften gibt, und weisen darauf hin, dass die sozio-ökologischen Auswirkungen nicht vollständig bewertet wurden. Daher fordern sie die sofortige Aussetzung der Genehmigung, während Belo Sun versucht, 21 der 89 von Semas auferlegten Bedingungen zu flexibilisieren.
Schlussfolgerung
Die vorläufige Vereinbarung ist ein wichtiger Schritt, um sicherzustellen, dass die Rechte der indigenen Gemeinschaften und der sozio-ökologische Schutz respektiert werden. Es ist jedoch wichtig, dass konkrete Maßnahmen ergriffen werden, um die rechtlichen Knoten zu lösen und die Transparenz und Beteiligung der betroffenen Gemeinschaften am Lizenzierungsprozess zu gewährleisten.
Quelle / Referenz
Quelle: ClimaInfo