Die stille Transformation des Mau-Waldes
Bevor die Sonne in Eor Ewaso, einem Dorf im Südwesten Kenias, aufgeht, ist Judy Mukut bereits wach. Bis 6:30 Uhr hat sie bereits Wasser geholt, die Familienrinder gemolken, das Frühstück zubereitet, das Haus gereinigt und ihre Kinder zur Schule geschickt. Erst dann verlässt sie das Haus, um in einem von der indigenen Frauenorganisation Paran verwalteten Ressourcenzentrum einen weiteren Tag mit Naturschutzarbeit zu beginnen.
Für Mukut ist der Naturschutz im Mau-Wald eng mit den wenigen Stunden verbunden, die ihr nach Erfüllung ihrer als maasai-Ehefrau und Mutter erwarteten Pflichten bleiben. Es ist jedoch diese Balance, die eine stillere Transformation widerspiegelt, die in einem der wichtigsten Waldökosysteme Kenias stattfindet.
Was passiert ist
Während indigene Frauen degradierte Abschnitte des Mau-Waldes wiederherstellen, verdienen sie auch ein unabhängiges Einkommen, nehmen an Haushaltsentscheidungen teil und beleben das traditionelle ökologische Wissen wieder, das ihre Gemeinschaften über Generationen hinweg aufrechterhielt, bevor es in Vergessenheit geriet.
Gegründet im Jahr 2005 ist die Frauenorganisation Paran zu einem Netzwerk von 64 registrierten indigenen Frauen(gruppen) herangewachsen, hauptsächlich aus den maasai- und ogiek-Gemeinschaften im Narok-County sowie Gemeinschaften in den Countys West Pokot und Samburu.
Warum es wichtig ist
Durch von der Gemeinschaft verwaltete Baumschulen, Gärten, Dorfwirtschaftsgruppen, Imkerei und Landschaftsrestauration hat die Organisation Umweltschutz mit der Ermächtigung von Frauen verknüpft.
Um ihr expandierendes Netzwerk zu koordinieren, hat Paran sieben Gemeinschaftsressourcenzentren eingerichtet. Anstatt als Büros zu fungieren, dienen die Zentren als Demonstrationsstandorte, an denen Frauen Setzlinge anbauen, technische Schulungen erhalten und traditionelles Wissen austauschen.
Der Mechanismus/Wissenschaft dahinter
Die Wiederherstellung des Mau-Waldes ist ein Beispiel dafür, wie Umweltschutz durch die Ermächtigung von Frauen und die Anwendung traditionellen ökologischen Wissens erreicht werden kann.
Der Mau-Wald ist ein wichtiges Ökosystem für die Artenvielfalt und die Klimaregulierung, und seine Degradierung hat erhebliche Auswirkungen auf die lokalen Gemeinschaften und die Umwelt.
Größerer Kontext
Die Wiederherstellung des Mau-Waldes ist Teil einer umfassenderen Bewegung zum Umweltschutz und zur Ermächtigung von Frauen auf der ganzen Welt.
In vielen Gemeinschaften spielen Frauen eine wichtige Rolle bei der Verwaltung natürlicher Ressourcen und dem Umweltschutz, aber sie stoßen oft auf Barrieren, wenn sie an Entscheidungsprozessen teilnehmen möchten.
Was als Nächstes passiert
Die Wiederherstellung des Mau-Waldes ist ein fortlaufender Prozess, der die kontinuierliche Beteiligung der lokalen Gemeinschaften und die Unterstützung von Organisationen wie Paran erfordert.
Während das Netzwerk der indigenen Frauen(gruppen) weiter wächst, werden wir wahrscheinlich mehr Beispiele dafür sehen, wie Umweltschutz und die Ermächtigung von Frauen gemeinsam erreicht werden können.
Schlussfolgerung
Die Geschichte von Judy Mukut und den indigenen Frauen, die den Mau-Wald wiederherstellen, ist ein inspirierendes Beispiel dafür, wie Umweltschutz und die Ermächtigung von Frauen gemeinsam erreicht werden können.
Während wir weiterhin den Herausforderungen des Klimawandels und der Umweltzerstörung gegenüberstehen, ist es von entscheidender Bedeutung, dass wir die Stimmen der indigenen Frauen und ihrer Gemeinschaften unterstützen und verstärken.
Quelle / Referenz
Dieser Artikel wurde ursprünglich auf Mongabay veröffentlicht.