Der Verlust eines Visionärs
Die Umweltbewegung trauert um Mariano Cenamo, einen unermüdlichen Verteidiger der nachhaltigen Bioökonomie der Amazonasregion, der im Alter von 46 Jahren verstorben ist. Cenamo widmete seine Karriere der Suche nach Lösungen für das anhaltende Problem der Zerstörung des Amazonas-Regenwaldes, das durch die Suche nach wirtschaftlichem Gewinn motiviert ist.
Die Herausforderung des Naturschutzes
Ein Hektar unversehrter Regenwald speichert Kohlenstoff, reguliert das Wasser, unterstützt das Wildleben und bietet Nahrung und Materialien für die Menschen, die dort leben. Allerdings wird ein großer Teil dieses Wertes nicht in der wirtschaftlichen Bilanz widergespiegelt. Die Viehzucht, die Holzindustrie, die Soja- und die Goldindustrie haben dagegen einen klaren wirtschaftlichen Wert. Für einen Landwirt, ein Unternehmen oder eine lokale Regierung kann es leichter sein, durch die Zerstörung des Regenwaldes Einnahmen zu generieren, als durch dessen Erhaltung.
Die Bioökonomie als Lösung
Die amazonische Bioökonomie ist als Versuch entstanden, diese Gleichung zu ändern. Sie umfasst Waldprodukte, Agroforstwirtschaft, Biotechnologie, Kohlenstoffmärkte und andere Geschäfte, die von der Erhaltung lebender Wälder abhängig sind. Das Ziel ist es, diese Aktivitäten in einer Größenordnung kommerziell tragfähig zu machen, die eine Rolle spielt.
Mariano Cenamos Karriere
Cenamo verbrachte den größten Teil seiner Karriere damit, an diesem Problem zu arbeiten. Er zog 2003 im Alter von 23 Jahren nach Manaus, nachdem er an der Universität von São Paulo Forstwirtschaft studiert hatte. Er wurde von einem Praktikum in die Amazonasregion gezogen und blieb auf Anregung von Virgílio Viana, einem ehemaligen Professor, der damals Umweltminister des Bundesstaates Amazonas war.
Mariano Cenamos Vermächtnis
Cenamo war maßgeblich an der Gründung des Idesam, des Instituts für die Erhaltung und nachhaltige Entwicklung der Amazonasregion, im Jahr 2004 beteiligt. Er arbeitete unermüdlich daran, Lösungen für das Problem der Zerstörung des Amazonas-Regenwaldes zu finden, und sein Vermächtnis wird weiterhin zukünftige Generationen von Umweltschützern und Verteidigern der nachhaltigen Bioökonomie inspirieren.
Folgen und zukünftige Herausforderungen
Der Verlust von Mariano Cenamo hinterlässt eine Lücke in der Umweltbewegung, aber er dient auch als Erinnerung an die Herausforderungen, die noch überwunden werden müssen. Die nachhaltige Bioökonomie der Amazonasregion steht noch vor vielen Hindernissen, darunter der Mangel an Finanzierung, Korruption und wirtschaftlicher Druck zur Zerstörung des Regenwaldes.
Quelle / Referenz
Dieser Artikel wurde ursprünglich auf Mongabay veröffentlicht.