Was passierte
Im Dorf Pithauli, am Rande des Chitwan-Nationalparks in Nepal, galt ein sicherer Futterplatz für vom Aussterben bedrohte Geier lange Zeit als Erfolgsgeschichte für Naturschützer. Für Besucher bietet der Futterplatz, auch bekannt als "Geier-Restaurant", eine seltene Fotogelegenheit: Während Weißrückengeier (Gyps bengalensis) und Schmalschnabelgeier (Gyps tenuirostris) sich von den von den Einheimischen bereitgestellten Kadavern ernähren, beobachten Nashörner mit einem Horn, Schakale, Wildschweine und Krähen und beteiligen sich manchmal.
Für den Ornithologen Rajendra Suwal ist diese Szene jedoch ein Problem, da er behauptet, dass "wenn ein infizierter Vogel an diesen Ort kommt, die Krankheit auf andere Vögel oder sogar Tiere übertragen werden kann“. Suwals Besorgnis resultiert aus einem jüngsten Ausbruch der Vogelgrippe oder Aviären Influenza im Land.
Warum es wichtig ist
Der Ausbruch, der Mitte Juni im Zentralzoo von Kathmandu begann, hat nach Angaben von mindestens 65 Tieren und Vögeln aus über 20 Arten das Leben gekostet. Zu den Toten gehörten Eulen, Himalaja-Geier, Graugänse, Dschungelkatzen, Leopardenkatzen, ein Sarus-Reiher und zwei gewöhnliche Leoparden.
Eine von der Nationalen Naturschutzstiftung (NTNC) durchgeführte Untersuchung, die den Zoo verwaltet, besagt, dass der Ursprung des Ausbruchs auf zwei Quellen zurückgeführt werden kann: Bei den Vögeln hat er wahrscheinlich durch wilde Krähen begonnen, die in offenen Vogelvolieren nisten, während er bei den Fleischfressern durch Hühnerfleisch verbreitet wurde, das vom Zoo gefüttert wurde.
Der Mechanismus/Wissenschaft dahinter
Die Vogelgrippe ist eine virale Krankheit, die Vögel befällt und durch direkten Kontakt mit infizierten Vögeln sowie durch Kontakt mit kontaminierten Oberflächen und Gegenständen übertragen werden kann. Die Krankheit kann sich schnell in geschlossenen Umgebungen wie Zoos und Farmen ausbreiten, in denen die Vögel engen Kontakt miteinander haben.
Die Übertragung der Vogelgrippe auf andere Tiere, wie Säugetiere, ist ebenfalls möglich, wenn auch weniger häufig. Die Krankheit kann jedoch schwerwiegende Folgen für die Gesundheit dieser Tiere haben, insbesondere wenn sie keine Immunität gegen die Krankheit haben.
Größerer Kontext
Der Ausbruch der Vogelgrippe im Zentralzoo von Kathmandu ist kein isoliertes Ereignis. Die Krankheit wurde in verschiedenen Teilen der Welt gemeldet, einschließlich Asien, Europa und Nordamerika. Die Vogelgrippe ist eine Zoonose, was bedeutet, dass sie zwischen Tieren und Menschen übertragen werden kann.
Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) und die Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) haben vor dem Risiko von Vogelgrippe-Ausbrüchen auf der ganzen Welt gewarnt, insbesondere in Gebieten, in denen wilde Vögel und Haustiere engen Kontakt haben.
Was als Nächstes passiert
Der Ausbruch der Vogelgrippe im Zentralzoo von Kathmandu wirft wichtige Fragen zur Sicherheit und Gesundheit der Tiere in den Zoos und Nationalparks von Nepal auf. Es ist von entscheidender Bedeutung, dass die Behörden Maßnahmen ergreifen, um die Ausbreitung der Krankheit zu verhindern und die Gesundheit der Tiere und der Menschen zu schützen.
Darüber hinaus unterstreicht der Ausbruch die Wichtigkeit der Überwachung und des Monitorings der Tiergesundheit in Zoos und Nationalparks sowie die Notwendigkeit, Notfallpläne zur Bewältigung von Krankheitsausbrüchen zu entwickeln.
Zusammenfassung
Der Ausbruch der Vogelgrippe im Zentralzoo von Kathmandu ist eine wichtige Erinnerung an die Bedeutung der Gesundheit und Sicherheit der Tiere in Zoos und Nationalparks. Es ist von entscheidender Bedeutung, dass die Behörden Maßnahmen ergreifen, um die Ausbreitung der Krankheit zu verhindern und die Gesundheit der Tiere und der Menschen zu schützen.
Quelle / Referenz
Originalartikel veröffentlicht auf der Website Mongabay.